EUROPA Kreuz & Quer
Das Dossier Energiepolitik
Bild: Europäische Gemeinschaft 2007, europa-digital.
Bislang fristete die Energiepolitik der EU ein Schattendasein in der öffentlichen Wahrnehmung. Doch bereits zu den Gründungszeiten der heutigen EU spielte Kohle als Rohstoff zur Energie und Stahlgewinnung eine zentrale Rolle.
In jüngster Zeit nahm die gemeinsame Energiepolitik stark an Fahrt auf. Die Mitgliedstaaten einigten sich 2007 auf eine ambitionierte Reduktion der CO2-Emissionen und eine »Gemeinsame Energieaußenpolitik« soll in Zukunft die Versorgung mit Öl sowie Gas sichern. Außerdem fordert die EU-Kommission mehr Wettbewerb im Strommarkt und niedrigere Preise.
Quo Vadis Nord Stream Pipeline
Europa hängt am russischen Gashahn. Probleme bereitet der Transport von den russischen Gasfeldern nach Zentraleuropa. Eine alternative Transitroute zu den bisherigen Pipelines durch die Ukraine ist die zwischen Polen und Deutschland heftig umstrittene Nord Stream Pipeline durch die Ostsee.
Gas für Europa - Knotenpunkt Türkei
Die Türkei entwickelt sich zum energiestrategischen Knotenpunkt für die Europäische Union. In einigen Jahren wird ein Großteil der für Europa bestimmten Energielieferungen durch das Land am Bosporus fließen. Die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen könnte überwunden werden.
Vom Acker in den Tank - Chancen durch Biokraftstoffe
Alle reden vom Klima: Wissenschaftler, Medienvertreter, Umweltschützer und Politiker warnen vor den möglichen Folgen der Klimaveränderung. Viele fordern mittlerweile die Emission von Treibhausengasen - insbesondere die Kohlendioxidemission - drastisch zu verringern, um der globalen Erwärmung entgegenzuwirken.
Erneuerbare Energien: EU-Kommissar favorisiert Ökostromhandel - prognostizierte Mehrkosten von 100 Milliarden Euro
EU-Energiekommissar Andris Piebalgs strickt an einem Gesetzentwurf für einen Handel für Ökostrom mit Quoten, um Ausbauziele für regenerative Energien zu erreichen. Die Branche bangt jedoch um ihre Zukunft und befürchtet, dass erfolgreiche Einspeiseregelungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zerschlagen werden. Noch sind allerdings die Weichen nicht endgültig gestellt.
Die Angst vor dem Lieferstopp
In das europäische Gasleitungsprojekt Nabucco soll neuer Schwung kommen. Die EU fürchtet die Abhängigkeit vom russischen Gashahn und versucht mit neuen Pipelineprojekten alternative Zulieferer zu erschließen. Langfristig verspricht sie sich mehr Sicherheit für die europäische Energieversorgung.
Eine Energieaußenpolitik für die EU
Weil die EU kaum über eigene Energieressourcen verfügt, sind ihre Mitgliedstaaten auf Importe angewiesen. Sie hängt stark von wenigen, mächtigen Lieferantenstaaten ab. Eine gemeinsame Energieaußenpolitik soll die Verhandlungsposition der EU stärken.
Kommission kämpft für mehr Wettbewerb
Die EU-Kommission geht in Sachen Energiepolitik auf Konfrontationskurs zu ihren zwei größten Mitgliedstaaten. Mit ihrer Forderung, dass Energieproduzenten künftig nicht mehr die Verteilernetze besitzen dürfen, attackiert sie die Stromindustrie in Deutschland und Frankreich. Noch ist unklar, ob sich die Brüsseler Behörde damit durchsetzen kann.
Fortschritte in der Klima- und Energiepolitik der EU?
Die Staats- und Regierungschefs der EU konnten sich im März 2007 auf die Grundlagen einer gemeinsamen Energie- und Klimapolitik einigen. Doch nun muss die EU die zum Teil recht allgemein gehaltenen Ziele in konkrete Gesetze umsetzen. Wie geht es dabei weiter und welche Rolle spielt eigentlich das Europäische Parlament?
Europäische Energiepolitik für eine "nachhaltige Entwicklung"?
Bisher war die Energiepolitik vor allem eine Sache der einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Im Januar 2007 hat die Europäische Kommission erstmals eine Strategie für eine gemeinsame Energie- und Klimapolitik für Europa veröffentlicht. Wie stehen die Chancen, diese Vorschläge umzusetzen?
Verbindliche EU-Ziele als Wachstumsmotor für erneuerbare Energien?
Sicherheit in der Energieversorgung bleibt ein brisantes Thema: Die Europäische Kommission versucht umfassende Lösungen zu finden. Warum ist die Förderung erneuerbarer Energien populär? Ein Interview mit dem Europaabgeordneten Dr. Peter Liese (CDU), Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.
EU-Politikfeld: Energiepolitik
In den letzten Jahren hat sich in der Europäischen Union ein ganz neuer Markt etabliert, der jeden Bürger direkt betrifft: der Europäische Energiebinnenmarkt. Er konnte sich erst aufgrund der globalen Veränderungen seit Ende der 1980er Jahre und des drohenden Klimawandels sowie der absehbaren Energieknappheit europaweit entwickeln.
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"Durch regenerative Energien können EU-Mitgliedsländer Arbeitsplätze schaffen"
Ein Interview mit dem Aachener Solar-Unternehmer Dr. Ahmet Lokurlu über die EU-Klimaschutzmaßnahmen und die Chancen von regenerativen Energien in der EU.
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