EUROPA AKTUELL

  • Claudia Rittel
 
Die EUropa-Themen am Donnerstag

DIENSTAG, 4.5.

Die Welt: Frischer Wind in der EU-Kommission
Vier Tage nach dem Beitritt von zehn Staaten zur EU ist auch die EU-Kommission offiziell erweitert. Die neuen EU-Kommissare stellten sich dem Europäischen Parlament in Straßburg vor. Sie haben kein Ressort, sondern sind den amtierenden Kommissaren zur Seite gestellt. Bei Entscheidungen der Kommission haben sie jedoch volles Stimmrecht.

Der Standard: Cox: "Herzlich willkommen daheim"
Das EU-Parlament in Straßburg ist am Montagabend zu seiner ersten feierlichen Sitzung nach der Erweiterung zusammengekommen. Für die zehn beigetretenen neuen EU-Staaten sei dieser Moment "ein Nach-Hause-Kommen", sagte EU-Parlamentspräsident Pat Cox. Erstmals nehmen die 162 bisherigen Beobachter und nunmehrigen neuen Europa-Parlamentarier gleichberechtigt an den Sitzungen teil.


MONTAG, 3.5.

Die Feiern zur EU-Erweiterung und die heiße Phase des Wahlkampfs, das sind heute die wichtigen Themen auf den Titelseiten und in den Kommentaren. LE SOIR bringt auf Seite 1 das traditionelle Familienfoto vom EU-Gipfel in Dublin. Zum ersten Mal wurden die Staats- und Regierungschefs der 25 EU-Staaten gemeinsam fotografiert. Alte und neue Europäer feierten von Riga bis Nikosia, titelt das GRENZ ECHO. In Brüssel nutzten Tausende die Möglichkeit um am Beitrittswochenende die EU-Einrichtungen zu besuchen. Die Feiern in Brüssel fielen nüchterner aus, als diejenigen in den Beitrittsländern, schreibt das GRENZ ECHO.

Im Kommentar bedauert DE MORGEN, dass die EU-Erweiterung kein Thema in den Ansprachen der sozialistischen Parteivorsitzenden zum 1.Mai war. Da wurde eine historische Chance verpasst. Die SP.A begnügte sich mit einem Verweis auf die Gefahren, die von den Konservativen ausgehen. Es fehlten die originellen Ideen, meint DE MORGEN.

L'ECHO kommentiert zum Thema EU-Erweiterung: das europäische Projekt fußt auf dem Prinzip der Solidarität. Hoffentlich wird es jetzt wieder zur kollektiven Utopie, die von allen europäischen Völkern mitgetragen wird.


FREITAG. 30.4.

Financial Times: Clement droht EU-Neumitgliedern
Unmittelbar vor der EU-Osterweiterung hat Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement den Niedrigsteuer-Ländern unter den neuen Mitgliedern in Osteuropa mit einer Kürzung von EU-Fördergeldern gedroht, falls sie ihre Steuern nicht anheben.

  • weiterer Artikel: EU-Osterweiterung: Michnik wirft EU mangelnde Sensibilität vor
    Polens Vordenker Adam Michnik rügt die Behandlung seines Landes als "Kandidat zweiter Klasse". Darüberhinaus kritisierte er im Gespräch mit der FTD den Streit über die europäische Verfassung.
  • Kolumne: Gewagte Wetten auf die EU-Wunderwirkung
    Niedrige Arbeitskosten und die Erfahrung früherer Neulinge wie Spanien und Portugal nähren Hoffnungen auf ein Wirtschaftswunder im Osten - eine naive Rechnung. Eine Wette, die gefährlich daneben gehen könnte.

    Frankfurter Rundschau: 25 Länder - 25 Hymnen
    Beethovens "Ode an die Freude" ist die Hymne aller 25 EU-Länder. Aber jedes Land hat seine eigene Nationalhymne. Die Frankfurter Rundschau stellt hier die -teils frei übersetzten - Texte vor.

  • Dokumentation: Europas Comeback
    Es gibt ein Europa, das wächst: lautlos, fast unbemerkt, unspektakulär. Es wird kaum thematisiert, da es von Selbstverständlichkeiten handelt, mit denen sich Berufseuropäer und Konferenzprofis nicht abgeben. Dieses Europa findet man auf Autobahnen, in Zügen, an Grenzübergängen, meint der Historiker Karl Schlögel.
  • weiterer Artikel: Während die Maschine brummt, nimmt Europa Gestalt an - oder: Warum mein Polen den schönsten Umriss hat
    Die Frankfurter Rundschau zitiert aus Andrzej Stasiuks Buch "Mein Europa", das in den nächsten Tagen in Deutschland erscheinen wird.
  • Kommentar: Von der Größe zur Stärke
    Der Versuchung, sich nach dem Kalten Krieg in die Wagenburg ihres Wohlstands zurückzuziehen, hat die EU widerstanden. Von der Gründungsidee der europäischen Einigung geleitet, wonach Krieg in Europa nur durch friedliche Vereinigung der Völker zu verhindern ist, hat sie sich in das Wagnis der Größe gestürzt. Zu Recht: alles andere wäre ein Versagen vor der Geschichte.
  • weiterer Artikel: Wo der Wisent grast
    Wenn morgen Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik, Ungarn und Zypern der Europäischen Union beitreten, bringen sie eine prächtige Aussteuer an Naturschätzen mit in die europäische Ehe.

    Die Welt: Willkommen Europa!
    Haben wir wirklich begriffen, was an diesem Samstag geschieht? Seit Wochen und Monaten sprechen wir von der "EU-Erweiterung", und oft hörte es sich schon so an, als ginge es bloß um einen weiteren Termin im politischen Alltagsgeschäft. Was für ein Missverständnis!

  • weiterer Artikel: In der neuen Welt
    Estland brennt. Lettland brennt. Und sogar Litauen brennt ein bisschen - das beinahe südliche, beinahe mitteleuropäische Land. Es brennen Felder und Brachland, Gärten und Wiesen. Wer dieser Tage durch die baltischen Länder reist, der sieht es überall lodern, der riecht den Rauch. Es sind Freudenfeuer, wild gelegt überall. Manchmal brennen Bäume mit ab, ganze Haine stehen dann als schwarze Baumgespenster am Weg, aber das nehmen die Esten in Kauf, genau wie das leicht heidnische Aroma des Rituals.
  • Interview: Geboren im Mittelalter
    Auch vor 1000 Jahren hatte Europa offene Grenzen, wirtschaftlichen Austausch und eine gemeinsame Kultur. Dieses Erbe vollendet die neue EU. Aber die Türkei, meint der große Historiker Jacques Le Goff, gehöre nicht dazu
  • weiterer Artikel: Europa feiert eine neue Epoche
    Am Ende kommt doch noch Stimmung auf: Ganz Europa feiert eine lange Nacht, ganz Europa als Festplatz - überall werden Feuerwerke in den Himmel geschossen: über dem Prager Hradschin, über dem Warschauer Kulturpalast, über dem Brandenburger Tor. Alle sind dabei, Radio- und Fernsehstationen, vor allem aber die Millionen Bürger, die den historischen Augenblick auf ihren Digitalkameras für sich und ihre Kindeskinder festhalten: So ist es gewesen.
  • weiterer Artikel: Die neuen Länder drängen auf die Überholspur
    Die Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit den Beitrittsstaaten sichert auch hier zu Lande die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Sie profitieren von niedrigen Löhnen, Steuern und lukrativen Großaufträgen zur Modernisierung der Infrastruktur
  • weiterer Artikel: Der Puszta-Playboy
    Der Ungar an sich: Er verführt die Frauen mit billigem Rotwein, schimpft über das Wetter, die Regierung und lässt danach seine Familie im Stich. Noch mehr Klischees? Bitteschön!
  • weiterer Artikel: Wo Europa endet
    Neue Dimensionen - neue Grenzen. Von Narva bis Nikosia. Städte, die jetzt Vorposten der Union sind
  • weiterer Artikel: Pioniere in den neuen Ländern: Christian Kukla, 43, Litauen
  • weiterer Artikel: Der Erweiterungs-Kardinal
    Im Osten verehrt wie ein Star, im Westen kritisch beäugt: Günter Verheugen ist der Herr der Erweiterung. Der deutsche Kommissar hatte die Chance, Europas Gesicht zu verändern. Und bescherte uns den "Big Bang"
  • weiterer Artikel: Ohne Polen wäre Ikea längst verloren
    Waschmaschinen aus Slowenien, Bier aus Tschechien, Autos aus Ungarn: Die Produkte der Neuen sind schon lange hier. Und wir leben sehr gut mit ihnen
  • weiterer Artikel: Der junge Slowene
    Die Menschen in Ljubljana sprechen Deutsch, Italienisch oder Englisch - und bangen um ihre Kultur
  • weiterer Artikel: Die Reiffs
    Es ist ein kiloschweres Manuskript, das Maria Diatlowicka aus ihrem Sekretär holt: die 200-jährige Geschichte ihrer Vorfahren - die einst auch Nachbarn von Frédéric Chopin waren. Eine polnische Familiensaga. Aufgezeichnet von Gerhard Gnauck

    taz: Salut für das unsichtbare Europa
    Die Bühne in der langen Nacht der EU-Erweiterung gehört den Berufseuropäern. Zuständig für die Formulierung der Visionen, die Abstimmung und Einhaltung der Fahrpläne, führen sie gleichsam als Herren des Verfahrens auch jetzt Regie. Sie haben Schwerarbeit geleistet in den Kommissionen in Brüssel, Straßburg, Luxemburg und bei der Umsetzung des acquis communautaire in den Hauptstädten der Beitrittsländer, um diesen Tag möglich zu machen.

  • weiterer Artikel:Die EU, eine Versöhnungsmaschine
  • viele weitere Artikel sehr unterschiedlicher Länge findet man in den verschiedenen taz-dossiers

    Der Tagesspiegel: Europa – gegen den Kleinmut
    Der Tag des Beitritts

  • weiterer Artikel:Die EU, eine Versöhnungsmaschine

    Die Presse: Erweiterung bringt 30.000 Arbeitsplätze
    Interview mit öseterreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel

  • weiterer Artikel:Der Zoll und die Bilder
    Die Slowakei in Wien - eine Kulturszene im Entstehen. Die Slowaken in Wien sind gut integriert und feiern den EU-Beitritt lieber direkt an der Grenze.
  • weiterer Artikel:Was ändert sich durch die Erweiterung?
  • weiterer Artikel:Zwei Klassen einer Mitgliedschaft
    Übergangsfristen und Ausnahmebestimmungen sorgen für eine stufenweise Integration der neuen Mitgliedsstaaten - und erhöhen die Zahl der unterschiedlichen Integrations-Stadien innerhalb der Union.
  • weiterer Artikel:Kluft zwischen altem und neuem Europa
    Nach der Erweiterung wird es eine Europäische Union mit unterschiedlichen Kulturen und Wohlstandsniveaus geben. Die neuen Länder haben immer noch einen deutlich niedrigeren Lebensstandard.

    Berliner Zeitung: Rau: Von Osteuropa lernen ?
    Ich wünschte mir mehr Neugier und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem", sagte Rau am Vorabend der EU-Erweiterung im Gespräch mit der Berliner Zeitung. "Der Wettbewerb der Köpfe wird schärfer werden, und neben einem Studium in London wird auch ein Sprachkurs in Warschau nützlich sein."

  • Kommentar:
  • Ein Feiertag - für wen?
    So weit gehen die Überzeugungen der Regierungen und der Regierten selten auseinander. Die Regierungen Europas und mit ihnen fast alle Oppositionsparteien, dazu die wirtschaftlichen und kulturellen Eliten ihrer Länder, haben die Erweiterung der EU in den vergangenen Jahren betrieben und werden sie morgen in Dublin feierlich begehen. Für sie ist der 1. Mai 2004 ein Feiertag. Die Regierten in Deutschland und anderswo nehmen diesen Tag bestenfalls mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis. Nichts gegen ein Volksfest in Zittau, nichts gegen eine Europafeier am Brandenburger Tor, aber die skeptische Frage bleibt: Muss das Ganze wirklich sein?
  • weiterer Artikel:
  • Der weite Mantel der Geschichte
    Von Osterweiterung ist die Rede, als würde Neues gewonnen. In Wahrheit findet Mitteleuropa heute zu sich selbst zurück. Alte europäische Regionen - sie waren es auch in den vergangenen Jahrzehnten - und ihre Kulturleistungen kehren ins Bewusstsein des Westeuropäers zurück.
  • weiterer Artikel:
  • Tausche Paris gegen Krakau
    Der hoch gewachsene junge Mann legt die rechte Hand aufs Herz, blickt geradeaus, als höre er seine Nationalhymne und spricht, als leiste er den Fahneneid: "Ich bin Pole, ich bin Patriot, ich bin ein polnischer Patriot."
  • weiterer Artikel:
  • Die neue Europäische Union
    Es ist, wie aus der großen Europa-Karte zu ersehen ist, nicht die erste und wenn man es aus der Perspektive der Bevölkerungszahlen betrachtet auch nur knapp die größte Erweiterung der Union in ihrer 50-jährigen Geschichte. 15 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wird die Teilung Europas nunmehr endgültig überwunden - das macht die politische Bedeutung dieses 1. Mai aus.
  • weiterer Artikel:
  • Mehr Licht
    Der Bundeskanzler kommt. Die Staats- und Regierungschefs diverser EU-Länder sind anwesend, das ganze Konzerthaus ist voller Prominenz, wenn am Freitagabend zur Eurovisions-Gala der Berliner Gendarmenmarkt in ein Lichtfeuerwerk getaucht wird. Dazu singt ein Kinderchor, spielt das europäische Jugendorchester, und Hunderte Millionen Menschen schauen am Fernseher zu. Nur einer hat keine Zeit - der Künstler, der die Lichtshow installiert. Gert Hof wird in Malta sein, das ist wichtiger, denn dort, sagt er, "wird es krachen, da geht an diesem Abend die Lucy ab".
  • weiterer Artikel:
  • "Erfüllung eines Traums und einer Mission"
    Die EU-Erweiterung ist Thema des World Economic Forums

    Neue Zürcher Zeitung: Ist die Teilung Europas wirklich überwunden?
    Kommentar: Die Wende von 1989, das befreiende «annus mirabilis», war überall von Jubel und Euphorie begleitet. Heute haben die ostmitteleuropäischen Länder das erreicht, was sie sich damals so sehr erhofft hatten. Sie sind «zurück in Europa». Doch die Freude darüber hält sich bei den meisten in Grenzen. Der EU-Beitritt wird als normal empfunden

  • Kommentar: Europäisches Stelldichein der Chancen

    Der Standard: Kommentar: Historisches Friedensprojekt
    Ungeliebt ist die Erweiterung der Europäischen Union trotzdem

  • weiterer Artikel: Europäisches Stelldichein der Chancen
  • weiterer Artikel: Nach den Architekten die Handwerker
    Die historische Teilung Europas ist mit diesem 1. Mai überwunden. Auf dem Papier, aber nicht im Alltag


    DONNERSTAG, 29.4.

    Frankfurter Rundschau: Gewinner und Verlierer
    Ausgerechnet am 1. Mai stoßen zehn neue Mitgliedsländer die Tür auf zur Europäischen Union. Die Wahl des Beitrittsdatums dürften viele Bundesbürger als puren Zynismus empfinden. Ist dies nicht der Tag der Arbeit, die durch die Osterweiterung zu einem noch knapperen Gut zu werden droht?

  • Interview: "Wir haben Nutzen aus der Erweiterung"
    EU-Haushaltskommissarin Michaele Schreyer über die Furcht, die Beitrittsländer verschafften sich Standortvorteile

    Die Welt: Angst vor wachsender Kriminalität
    Am Vorabend der EU-Osterweiterung wachsen die Zweifel, ob Deutschland ausreichend auf einen möglichen Anstieg der Kriminalität eingestellt ist. Während die Bundesregierung und die Innenminister der Länder das Grenzregime als sicher loben, halten Vertreter von Zoll, Bundesgrenzschutz und Polizei die Ängste der Bevölkerung vor einer Zunahme der Straftaten für begründet.

  • weiterer Artikel: Der Osten lockt
    Die Osterweiterung, fürchten drei Viertel aller Deutschen, gefährdet Arbeitsplätze im Land. Doch das Gegenteil könnte der Fall sein. Viele Firmen, die im Ausland investieren, schaffen auch daheim mehr Stellen

    Süddeutsche Zeitung: Gastbeitrag von Tony Blair:
    » Wir müssen uns für den Wandel öffnen, statt an dem, was wir haben, krampfhaft festzuhalten. «

    Der Tagesspiegel: Wieder eine neue Zeit
    Lettland hat die Sowjet-Erblast noch nicht ganz verarbeitet, der EU-Beitritt könnte auch das erleichtern

  • weiterer Artikel: Überholmanöver aus dem Osten
    Schröders Forderung, die Steuern im Osten anzuheben, sei die falsche Lösung, sagte Polens Präsident Aleksander Kwasniewski einem kleinen Kreis von Journalisten in Warschau. Die Steuerpolitik sei aus guten Gründen nicht vergemeinschaftet, die ökonomische Lage der Mitglieder sei zu unterschiedlich, argumentiert Kwasniewski. Wettbewerb sei auch bei Steuern gut.

    Die Presse: Wehrhafte Inseln in Wien
    Malta und Zypern sind die kleinsten neuen Beitrittsländer. In Wien sind ihre Landsleute kaum auszumachen.

  • weiterer Artikel:Ganz Europa feiert Beitritte
    Welche Stadt feiert wie? Eine kurze Zusammenstellung

    Berliner Zeitung: Kommen viele Einwanderer´?
    Berlins EU-Welt ist schon jetzt von Osteuropa geprägt. Die Zahl der Polen in der Stadt ist genauso groß wie die der Franzosen, Italiener und Griechen zusammengenommen. In Berlin leben fast 70 000 Bürger aus den bisherigen 15 EU-Mitgliedern, mit den zehn neuen Staaten kommen mehr als 40 000 dazu - ohne einen einzigen Umzugswagen.

  • weiterer Artikel: Das europäische Binnenmeer
    Der Ostseeraum könnte sich zu einem Beispiel für die Vorteile der Integration entwickeln

    Die Zeit: Am unteren Ende der Glücksspirale
    Noch nie zuvor hat die EU so viele und so arme Länder zugleich aufgenommen. Die Osterweiterung kommt zu früh
  • weiterer Artikel: Europa, einig Vaterland
    Es gibt fünf Gründe gegen diese Erweiterung. Nur sind sie alle falsch
  • weiterer Artikel: Huch, das Volk soll abstimmen
    Zwischen EU-Erweiterung, Verfassung und Europawahl betritt ein neuer Akteur die Bühne: Der Bürger
  • weiterer Artikel: Wildes, vages Reden
    Europas Intellektuelle probieren ihre Ideen für die neue EU erst aus
  • weiterer Artikel: Wir werden normal sein
    Der Horizont wird weiter, die Freiheit größer, die Erfahrungen nehmen zu. Eine Lobrede auf Europa

    Der Standard: Westeuropa soll dem Osten seine "Schulden" bezahlen
    Der tschechische Arbeitsminister Zdenek Skromach will keine Kritik der EU-Staaten an den niedrigen Steuern der Beitrittsländer akzeptieren. Der hohe Lebensstandard in den bestehenden EU-Staaten sei auch auf Kosten der ehemaligen Ostblock-Länder erreicht worden.

  • weiterer Artikel: EU-Außengrenze zu Kroatien soll weiter "weich" bleiben
    Das EU-Neumitglied Slowenien und sein südlicher Nachbar Kroatien setzen alles daran, Unannehmlichkeiten durch die Einführung verschärfter Grenzkontrollen an der künftigen slowenischen EU-Außengrenze zu vermeiden.


    MITTWOCH, 28.4.

    Frankfurter Rundschau: Polnisches Revanchefoul am EU-Arbeitsmarkt
    Auge um Auge, Zahn um Zahn: Gewissenhaft müht sich Warschau um die strikte Anwendung des Prinzip der gleichen Behandlung. Je strenger die Beschränkungen für polnische Arbeitnehmer im jeweiligen Partnerland, desto härter die Auflagen für dessen Bürger in Polen.

  • weiterer Artikel: Öko-Bremser befürchtet
    Das Freiburger Öko-Institut macht sich Sorgen um die Umweltpolitik in Europa, wenn zum 1. Mai zehn neue Länder der EU beitreten. Dabei sind Atomkraftwerke mit niedrigen Sicherheitsstandards und Kohlekraftwerke mit schlechten Emissionswerten noch nicht einmal die größte Sorge
  • weiterer Artikel: WWF warnt vor Zunahme von Tierschmuggel
    Im Vergleich zur EU niedrigere Artenschutzstandards und schwächere Kontrollen ermöglichten es den Händlern in den Beitrittsländern, Tiere und Pflanzen zu horten. Nun können sie diese ohne lästige Grenzkontrollen in Westeuropa anbieten.

    Die Welt: Sorge vor Antisemitismus aus dem Osten
    Angesichts der bevorstehenden EU-Osterweiterung gibt es Befürchtungen hinsichtlich eines Anwachsens des Antisemitismus in Europa. "In den osteuropäischen Ländern ist der Antisemitismus noch sehr ausgeprägt und wird nicht entsprechend bekämpft. Das ist ein Problem", sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel

  • weiterer Artikel: "Wir sind sehr europäisch"
    Interview mit dem tschechischen Regierungschef Vladimir Spidla
  • weiterer Artikel: Straßen lassen sich bauen, heile Kinderwelten nicht
    Steht Maltas Jugend vor einem Identitätswechsel?

    Financial Times: Wenn der Bahn die Schienen geklaut werden
    In Polens Armutsgebieten wird die Infrastruktur verhökert. Neben Gleisen kommen jährlich auch rund 70 Kilometer Oberleitungen abhanden.

  • weiterer Artikel: Polen fürchtet die Rückkehr der Gutsherren
    In der Dörfern der Weichselnehrung im äußersten Nordosten Polens an der Grenze zum Kaliningrader Gebiet bietet im Sommer fast jede Familie Gästezimmer an. Trotzdem wird das Interesse der Deutschen mit Skepsis betrachtet.

    Die Presse: Was kostet die Erweiterung wirklich?
    Die meisten Studien rechnen pro Person mit 20 bis 30 Euro jährlich in der laufenden Finanzperiode von 2004 bis 2006. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) geht von zehn Euro pro Kopf und Jahr aus.

  • weiterer Artikel: "Bis 2006 gibt es kein Risiko"
    EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen warnt, dass der Spardruck einiger Mitgliedsstaaten dazu führen könnte, dass die EU zwar die Erweiterung finanzieren kann, nicht aber andere Prioritäten.
  • weiterer Artikel: Europahymne: "Est Europa nunc unita"

    Berliner Zeitung: Schluss mit Schnäppchen?
    In den Beitrittsländern werden nach dem 1. Mai die Einzelhandelspreise steigen, das gilt als sicher. Niemand wagt jedoch eine Voraussage, wie schnell und in welchem Umfang das geschehen wird. In einigen Regionen kommt es derzeit zu Hamsterkäufen der Bevölkerung.


    DIENSTAG, 27.4.

    taz: Hektik im Beitritts-Countdown
    Russland, Baltikum, Zypern: Die Außenminister der Europäischen Union haben fünf Tage vor der Erweiterung der Gemeinschaft noch zahlreiche Detailprobleme zu lösen. Die verpatzte Abstimmung auf der Mittelmeerinsel bereitet ihnen Kopfzerbrechen

    Die Presse: "Nervosität vor dem Start ist normal"
    Interview mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Vladimír Spidla über den bevorstehenden EU-Beitritt seine Landes.

  • weiterer Artikel:
  • Ungarn: "Sympathische Angeber"
    Der Grund dafür? Verantwortlich für den ungarischen Ehrgeiz sei "das ewige Ringen mit dem Minderwertigkeitskomplex": "Die Ungarn wurden immer mit dem Kommunismus als etwas ,Minderwertigem' gleichgesetzt", erklärt der Historiker, "und außerdem haben sie ein starkes Prestigedenken."

    Die Presse: Wo gibt es Rat für Unternehmer?
    Wer in Berlin eine Firma besitzt und Investititionen im Osten plant, der kann sich an spezielle Wirtschaftsberater und Rechtsexperten wenden. Sogar meist kostenlos.

    Der Tagesspiegel: Die neue Grenze
    Gastbeitrag von Janusz Reiter, ehemaliger polnischer Botschafter in Deutschland Ein amerikanischer Bekannter, der vor einigen Jahren durch Deutschland und Polen reiste, fasste seinen Eindruck nachdenklich zusammen: Wenn man den deutschen Wohlstand mit der polnischen Stimmung verbinden könnte, würde das eine perfekte Kombination ergeben (...) Schaut man sich beide Länder am Vortag der EU-Erweiterung an, so kann man fast den Eindruck bekommen, dass genau das zu Stande komme: Der deutsche Wohlstand ist in Gefahr, die polnische Stimmung passt sich der deutschen an.

    FAZ: Weltpolitik mit 25 Meinungen
    Es gibt eine Zahl, die in Brüssel die Augen vieler Diplomaten zum Leuchten bringt: 450 Millionen Einwohner wird die Europäische Union am 1. Mai haben. Denn die zehn neuen Mitgliedstaaten bringen 74 Millionen neue Bürger in die Gemeinschaft. 450 Millionen klingt nach Größe, Einfluß und Bedeutung.

    Der Standard: Tschechiens Präsident Klaus greift EU scharf an
    Wenige Tage vor dem EU-Beitritt seines Landes hat der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus harsche Kritik an der Europäischen Union geübt. "Die EU besteht nicht aus Freiheit und Offenheit, sondern aus Bürokratisierung, Dirigismus, Regulierung und Harmonisierung", sagte der 62-Jährige dem "Handelsblatt". Auf Kosten der Freiheit werde der Staatsinterventionismus auf internationaler Ebene immer stärker.

  • weiterer Artikel:
  • Ungarn: Politische Erklärung zum EU-Beitritt
    Alle vier ungarischen Parlamentsparteien unterzeichneten am Montag eine politische Erklärung zum Beitritt Ungarns zur Europäischen Union. In dem Dokument wird die "Wiedervereinigung" Ungarns und Europas ebenso unterstrichen wie die "Identität" der Ziele und Interessen der Union und Ungarns.

    Financial Times Deutschland: EU-Erweiterung: In Brüssel wird es immer enger
    In Lebensgefahr bringen sich die Fußgänger am Schuman ständig. Pausenlos drängt sich der Verkehr um den zentralen Kreisverkehr im Brüsseler Europaviertel. Passanten hasten von einem EU-Büro zum nächsten. Doch ein Gebäude meiden sie, den grauen und leeren Berlaymont-Bau. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet in dem Koloss niemand mehr. So lange dauert dessen Renovierung nun schon.


    MONTAG, 26.4.

    Frankfurter Rundschau: Laboratorium im Zwischenland
    Gastbeitrag von Matthias Platzeck: Mit dem polnischen Beitritt zur EU verliert die Grenze an Oder und Neiße endgültig ihren trennenden, unsere beiden Völker voneinander abschließenden Charakter. [...] Die psychische Belastung deutsch-polnischen Verhältnisses hat aber auch noch viel tiefer liegende historische Wurzeln.

    Financial Times: Europa kann auch zerbrechen
    Kolumne: Ich bin ein Kind des Kalten Krieges. Jahrgang 1962. Tatsächlich also ein Kind des Friedens. Seit ich politisch denke, erlebe ich Integration. Das erste politische Fernseh-Ereignis, an das ich mich erinnere, war Großbritanniens Beitritt zur damaligen EWG 1973. Um mich herum verloren Grenzen an Bedeutung oder verschwanden völlig.

    Die Welt: Aufbruch nach Europa
    Jahrhunderte lang durch Krieg und Feindschaft getrennt, wächst nun zusammen, was zusammen gehört. Und es ist die "Generation EUR", die der europäischen Einigung ihre Kraft verleiht. Mit ganz eigener Euphorie sorgen die 25-40-Jährigen in Ost und West für neue Aufbruchstimmung auf dem alten Kontinent.

  • weiterer Artikel: Die Hundertprozentigen
    In Estland spüren Besucher eine besonders vertraute Atmosphäre. Der Umgang der Menschen, auch, wie in Estland Geschäfte aufgezogen werden, all das erinnert an das, was man aus Schweden oder Deutschland kennt.
  • weiterer Artikel: Zum krönenden Abschluss ein Märchen
    Gastbeitrag von Jirí Grusa: Die Freude über die Erweiterung duldet keine Miesepetrigkeit - Ein Blick vom Osten nach Westen

    Der Tagesspiegel: Was macht die Welt?
    15 Jahre nach der Wende treten zehn Neue der EU bei, und in West wie Ost klagen viele über die Schwierigkeiten. Kommt die Erweiterung zu früh, zu spät – oder ist sie zu groß?

  • weiterer Artikel: Brüsseler Spritzen
    Monika lebt im Osten von Polen, aber sie arbeitet in Brüssel. Das sind 23 Stunden Fahrzeit mit dem Bus. Hier in Siemiatycze machen das Tausende so. Das Geld aus Belgien hat der Stadt ein Wirtschaftswunder beschert. Und der Bürgermeister sagt: „Irgendwie sind wir schon seit 14 Jahren in der EU.“

    Berliner Zeitung: Polnisch lernen in Berlin?
    Noch sind sie eine Minderheit, aber eine die wächst: Berliner Schüler, die polnisch lernen. Derzeit sind es etwa 300, schätzt Roland Jerzewski. Vor ein paar Jahren waren es wenige Dutzend.

    Neue Zürcher Zeitung: Lettland entschwindet dem Arm Russlands
    Lettland ist der EU-Beitritts-Staat, der die höchsten Wachstumsraten und gleichzeitig das geringste Pro-Kopf-Einkommen aufweist. Lettland ist aber auch das Land im Baltikum, das eine halbe Million Staatenlose in die Union führen wird.

    Die Presse: Tourismus setzt auf Erweiterung
    Wie groß ist die Konkurrenz, die dem heimischen Tourismus durch Länder wie Slowenien, Ungarn, Tschechien oder die Slowakei erwachsen? Egon Smeral, Tourismus-Experte des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), sieht vorerst für Österreichs Fremdenverkehr überwiegend Vorteile in der EU-Erweiterung.

    Der Standard: Slowenen erwägen Änderung ihrer Flagge
    Frustiert von ständigen Verwechslungen mit der Slowakei erwägen die Slowenen, ihre Flagge zu ändern. Abgesehen von den verwirrend ähnlichen Namen der Länder sind auch noch die Fahnen der beiden ehemaligen kommunistischen Staaten, die am 1. Mai der Europäischen Union beitreten werden, mit ihren weiß-blau-roten Streifen nahezu identisch; nur das Wappen ist an anderer Stelle.

  • weiterer Artikel: Litauen: Früherer Präsident Adamkus kandidiert wieder
    Litauens früherer Präsident Valdas Adamkus will es noch einmal wissen. Der 76-jährige entschied am Wochenende, noch einmal für das höchste Staatsamt zu kandidieren. Seine Kandidatur war erwartet worden, nachdem vergangene Woche die Wahlbehörde den am 6. April abgesetzten bisherigen Präsidenten Rolandas Paksas als Kandidat zugelassen hatte. Adamkus genießt laut einer aktuellen Umfrage unter den bisher genannten Kandidaten die größte Popularität.


    FREITAG, 23.4.

    Frankfurter Rundschau: EU-Beitritte sollen Außenhandel ankurbeln
    Aus der vollständigen Integration der zehn Beitrittsländer in den EU-Binnenmarkt werden sich zusätzliche Impulse für die deutschen Exporte und Importe ergeben. Schon in den vergangenen Jahren wuchs der Warenverkehr mit diesen Staaten überdurchschnittlich.

  • weiterer Artikel: Eine "übelriechende Pfütze" aus Korruption und Raffgier
    Viele Litauer hoffen, dass mit dem EU-Beitritt die Vetternwirtschaft in der Politik ein Ende findet. Die Landbevölkerung steht dem jedoch skeptisch gegenüber.
  • Dokumentation: Der Einzelne braucht klare Botschaften
    Stärkeres und nachhaltiges Wachstum in Europa könne nur erreicht werden, wenn der Mangel an Investitionen in der EU seit den 90er Jahren überwunden werde, meint der dänische Ex-Premier Rasmussen. Dazu sei eine abgestimmte Strategie der sozialdemokratischen Regierungen und Parteien in Europa erforderlich.
  • weiterer Artikel: Krisengipfel in Moskau
    Wenige Tage vor der Ost-Erweiterung der Europäischen Union ist EU-Kommissionspräsident Romano Prodi am Donnerstag mit sieben EU-Kommissaren nach Moskau gereist, um in einem hastig einberufenen Krisengipfel Stolpersteine aus dem Weg zu räumen, da sich Russland seit Monaten weigert, Handelsverträge mit der EU automatisch auf die acht ehemaligen Ostblockländer plus Malta und Zypern auszuweiten

    Der Tagesspiegel: Das Kleine im Großen
    Gastbeitrag von György Konrad: Für uns ist der Eintritt in die Europäische Union der Höhepunkt des 1989 begonnenen Umstrukturierungsprozesses: eine beruhigende und beständige Antwort auf die Frage, wohin wir gehören.

  • weiterer Artikel: Deutschlands Handel mit neuen EU-Mitgliedern boomt
  • weiterer Artikel: Eichel hält an Mindeststeuer fest

    Die Presse: Arbeitslosigkeit in Österreich steigt nur um 0,1 %
    Die EU-Erweiterung wird für Österreich weit weniger gefährlich, aber auch weit weniger spektakulär sein als vielfach angenommen. Das ist verkürzt dargestellt das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Wifo, die am Donnerstag in Wien präsentiert wurde.

  • weiterer Artikel: Beitritte könnten Währungen unter Druck bringen
    Die künstliche Anbindung der Währungen der neuen Mitglieder an den Euro könnte zu Attacken auf Zloty, Forint & Co. führen. Auch negative Rückwirkungen auf die EU-Währung sind möglich.

    Financial Times: Osteuropabank beurteilt EU-Erweiterung skeptisc
    Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) geht davon aus, dass die Osterweiterung der Europäischen Union kurzfristig kaum wirtschaftliche Vorteile bringen wird. Vielmehr warnt sie vor einem nachlassendem Reformeifer in Beitrittsstaaten.

    Berliner Zeitung: Prodi erreicht Einigung über EU-Erweiterung
    In den vergangenen Wochen, den letzten vor der Erweiterung der EU nach Osten, riss der Besucherstrom in Moskau nicht ab. Kanzler Schröder, der französische Präsident Chirac und zuletzt Italiens Premier Berlusconi gaben sich im Kreml die Klinke in die Hand und dem russischen Präsidenten Putin die Zusicherung, dass die Beziehungen der EU zu Russland sich mit dem Beitritt der osteuropäischen Staaten nur zum Positiven verändern würden. Die Russen blieben skeptisch.

    FAZ: Zähes Ringen mit Moskau
    Wenige Tage vor der Erweiterung der Europäischen Union hat EU-Kommissionspräsident Prodi am Donnerstag in Moskau Gespräche mit Präsident Putin und anderen Mitgliedern der Regierung geführt, um in Rußland für die Chancen einer engeren Zusammenarbeit nach dem 1. Mai zu werben.

    Der Standard: Experte: EU wächst bis 2025 auf 41 Mitglieder
    Die nächsten Erweiterungsrunden erwartet er 2007 mit der Aufnahme von Rumänien und Bulgarien und 2009 mit den Beitritten von Kroatien, Norwegen und Island. Die Schweiz sieht er ab 2012 dabei. Russland bleibt dagegen draußen, glaubt Cameron, der sich außerdem im Zuge des gesamten Erweiterungsprozesses eine Aufspaltung der EU in Gruppen mit "unterschiedlichen Geschwindigkeiten" erwartet.

  • weiterer Artikel: Rosenbüsche statt Grenzzaun
    Europaweite Feierlichkeiten rund um die EU-Erweiterung am 1. Mai - ein vorläufiger Veranstaltungskalender
    DONNERSTAG, 22.4.

    Frankfurter Rundschau: Kommmentar: Kommissar bis zur Zwetschgenernte
    Die Ernennung eines tschechischen EU-Vertreters zeigt unterschiedliche politische Kulturen in Prag und Brüssel

    Die Welt: Die Furcht, in Europa nicht willkommen zu sein
    Auf beiden Seiten der Oder wird die Abschottung des Arbeitsmarkts kritisiert. Vor allem polnische Unternehmer sind unzufrieden

    Der Tagesspiegel: Randnotizen aus Europa
    Sandor lebt im Osten der Slowakei und bekommt 115 Euro im Monat. Wie soll er damit seine achtköpfige Familie durchbringen? In den neuen Beitrittsländern gehören die Roma zu den Ärmsten der Armen. Ein Problem, für das die EU noch eine Antwort finden muss.

    Die Presse: Ängste und Hamsterkäufe in Tschechien
    Von den hehren Gedanken über einen Schritt von historischer Tragweite, vom Ende der Teilung Europas, vom Traum der Revolution 1989, endlich "zurück nach Europa" zu kommen, ist nicht mehr viel übrig: 77 Prozent der Tschechen hatten im vergangenen Sommer beim Referendum dem Beitritt zugestimmt. Je näher der 1. Mai aber rückt, desto skeptischer werden sie. Bei rund der Hälfte der Tschechen löst das Datum heute Befürchtungen aus.

    Berliner Zeitung: Kosten der EU-Erweiterung
    Während sich die hiesige Diskussion ganz auf die Frage konzentriert "Was kostet uns die Erweiterung?", so stellt sich diese Frage in Osteuropa kaum. Denn für jene Staaten ist der EU-Beitritt ohne Alternative. Ökonomisch und politisch sind sie von der Union abhängig. Daher haben die Beitrittsstaaten ihren Bevölkerungen bereits immense soziale Kosten aufgebürdet, haben liberalisiert und dereguliert, um EU-Standards einzuhalten.

    Die Zeit: Ungarn lockt
    Der Weltkonzern Siemens erwägt, Teile der Produktion nach Osteuropa zu verlagern. Gewerkschafter und Politiker sind alarmiert: Finanziert Brüssel den Exodus der Industrie?


     Erstveröffentlichung am 22.4.2004


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