EUROPA AKTUELL

Die EU-Informationsgesellschaft

Was unternimmt die EU, um Europa ins Infozeitalter zu befördern? Welche Maßnahmen ergreift die EU, um das Internet und die damit verbundenen Veränderungen in der Gesellschaft zu regulieren? Welche Richtlinien sind geplant, welche schon verabschiedet und worüber streitet man sich gerade in EUropa? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in diesem Dossier zur EU-Informationsgesellschaft.

Die Beiträge im Überblick

"Broadband Gap": Schneller Anschluss gesucht

Längst nicht alle EU-Bürger können Breitband-Internetverbindungen nutzen. Gegenüber dem Weltmeister Dänemark bleiben viele Regionen, insbesondere in den neuen Mitgliedstaaten, zurück. Aber auch in Deutschland gibt es Verbesserungsbedarf. Die EU-Kommission will etwas dagegen tun und hat im November 2007 entsprechende Vorschläge vorgestellt.

eHealth in der EU

Elektronische Gesundheitsdienste - kurz: eHealth - sollen die Pflege unseres Wohlbefindens preisgünstiger, sicherer und schneller machen. Auch die EU ist in diesem Bereich aktiv und fördert interessante Projekte. Wir zeigen, was sich hinter eHealth versteckt und skizzieren Anwendungen.

Europa zeigt Flagge im Internet

Schon im Jahr 2000 hat man über die Einführung der .eu-Domain spekuliert, zwei Jahre später hieß es allerdings dann, die neue Domain sei wohl erst ab Mitte 2003 verfügbar. Aber auch das war zu optimistisch gedacht, doch seit heute ist es endlich möglich, eine ".eu"-Domain offiziell zu registrieren.

Die EU auf dem Weltinformationsgipfel

Bereits bei den Vorbereitungen zum zweiten Weltinformationsgipfel wurde klar: die USA und die EU befinden sich auf Konfrontationskurs. Dabei ging es um das Thema "Internet Governance", oder auf deutsch: "Regieren im Internet".

Software-Patente vor dem Aus

In der Europäischen Union wird es auf absehbare Zeit keine einheitliche Regeln für Software-Patente geben. Nach jahrelangem Tauziehen lehnte das Europaparlament den umstrittenen Gesetzesentwurf am 6. Juli 2005 ab.

"Innovationen würden massiv behindert"

Im Vorfeld der Abstimmung über die Richtlinie "Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen" sprachen wir mit Markus Beckedahl, Vorsitzender des Netzwerk Neue Medien und Geschäftsführer von newthinking communications: was passierte bisher, wem nutzt die Richtlinie, und was könnte in der letzten Woche vor der Abstimmung noch passieren?

Heinzelmännchen für die Kontrolleure

Nützliche Techniken wie "Location-Based-Services" oder RFID machen heute schon vieles möglich. Nutzen wollen diese Technologien aber auch die obersten Ordnungshüter der EU. Als Miniaturhelferlein beim Kampf gegen Terror und Gewalt werden neue Erfindungen der Mikroelektronik in den Ring geschickt.

Kontroverse um EU-Softwarepatente geht weiter

Die EU-Wirtschaftsminister haben sich vom Protest nicht beirren lassen und am 7. März 2005 den Richtlinienentwurf "über die Patentierbarkeit computer-implementierter Erfindungen" verabschiedet. Das geschah, obwohl einige Regierungen und insbesondere das EU-Parlament die umstrittene Richtlinie neu verhandeln wollten.

Von Sammlern und Jägern

Derzeit setzen sich die EU-Justiz- und Innenminister für die pauschale Massenspeicherung von Telefon-, SMS- und E-Mail-Daten ein. In Deutschland proben aber Datenschützer, IT-Dienstleister, Opposition und Koalition in seltener Eintracht den Aufstand.

Andere Beiträge zum Thema

Frage der Woche: Wie will EUropa den Terrorismus bekämpfen?

Spätestens nach den Attentaten von Madrid und London nimmt EUropa die Terror-Gefahr sehr ernst. Am 21. September 2005 hat die Europäische Kommission ein neues Paket zur Terrorismusbekämpfung vorgestellt, das vier Maßnahmen umfasst.

Politikfeld: Die EU-Informationsgesellschaft

Der Begriff "Informationsgesellschaft" beschreibt den gesellschaftlichen Wandel, der durch die Einführung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT oder noch kürzer und gebräuchlicher: IT) ausgelöst wurde. Um diese Entwicklung politisch zu gestalten, betreibt die Europäische Union eine Politik, die nicht nur auf technologische Entwicklung und Marktharmonisierung abzielt sondern auch die gesellschaftlichen Auswirkungen des Wandels einbezieht.

Frage der Woche: Auf welcher Säule steht die Vorratsdatenspeicherung?

Die Themen Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung bieten seit jeher einigen Zündstoff. Zwischen dem Ministerrat auf der einen sowie Kommission und Parlament auf der anderen Seite bahnt sich derzeit ein Kompetenzstreit an, der einmal mehr die Brisanz des Rechts auf Privatsphäre verdeutlicht.

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