Europa Kreuz & Quer
Europäische Kulturhauptstadt 2010
Der Titel ist heiß begehrt, doch lange Zeit entschied die EU-Bürokratie im Alleingang, ein Wettbewerb fand bislang nicht statt. Das hat sich geändert: seit 2005 stellen in einer festgelegten Reihenfolge ein oder zwei EU-Staaten nach einem nationalen Städtewettbewerb die Kulturhauptstadt Europas. Wir zeigen, wie das System funktioniert und begleiten den Prozess, an dessen Ende Deutschland die Europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2010 stellen wird.
Unsere Themen im Überblick
Patras 2006: Kultureller und politischer Karneval
Patras ist in der Nachfolge der irischen Hafenstadt Cork derzeit Europas Kulturhauptstadt. Damit steht der begehrte kulturelle Wanderpokal im Geburtsland der Idee des integrativen Titels. Doch im Vorfeld hagelte es Kritik an der Durchführung und im Januar begann das Kulturjahr 2006 zunächst mit Chaos und einem Eklat.
Wiederentdeckte kulturelle Schätze, Marketing und viel Geld
Wer das Rennen um den Kulturhauptstadt-Titel am Ende gewinnt, wird voraussichtlich gegen Ende 2006 in Brüssel entschieden. Bis dahin werden sich Essen und Görlitz präsentiert und eine siebenköpfige internationale Jury der EU-Kommission die beiden Städte besucht haben.
Essen: Kulturell vereinter Ruhrpott oder kulturpolitische Konkurrenz?
Das Motto des Essener Konzeptes ist "Essen für das Ruhrgebiet", das Revier soll sich 2010 städteübergreifend präsentieren. Neben der Freude über die Juryentscheidung wurden jedoch auch prompt kulturpolische Skepsis in der Region geäußert.
Görlitz: Durch Ost-West-Brückenschlag zur Kulturstadt?
Die Stadt kann eine reiche Kultur- und Bildungslandschaft und eine stattliche Altstadt mit sanierten Bauwerken aus Gotik, Renaissance, Barock, Gründerzeit und Jugendstil vorweisen. Zentrales Element der Bewerbung ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Essen und Görlitz in der nächsten Runde
Essen und die sächsisch-polnische Grenzstadt Görlitz/Zgorzelec sind die heißesten Anwärter auf den Titel der europäischen Kulturhauptstadt 2010. Die beiden Städte hat eine Jury der Kulturstiftung der Länder aus zehn Städten und Regionen ausgewählt und am 10. März 2005 auf der Kulturministerkonferenz in Berlin vorgeschlagen.
Die deutschen Bewerbungskonzepte im Überblick
Zehn Städte haben sich für den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 beworben. Entstanden sind dabei zehn mehr oder weniger originelle Kulturkonzepte, die wir Ihnen kurz vorstellen wollen.
Kultureller Ritterschlag mit Hintergedanken
2010 werden eine deutsche und eine ungarische Stadt den Titel "Europäische Kulturhauptstadt" tragen dürfen. Stadtväter erhoffen sich Renommee, Finanzzuschüsse und die europäische Adelung ihrer Kulturpolitik. Eine Einführung von Christoph Karcher.
Andere Beiträge zum selben Thema
Die Kulturpolitik der Europäischen Union
Die europäische Kulturpolitik ist noch eine zarte Pflanze im EU-Dschungel. Erst der Maastrichter Vertrag (1993) etablierte die Kulturpolitik als Politikfeld der EU. Hierin verpflichtete sich die EU, kulturellen Aspekten in allen Politikbereichen Rechnung zu tragen.
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Europäische Kulturhauptstadt
- Dossier-Index.
- Tonnenschwere Versprechen.
- Patras 2006: Kultureller und politischer Karneval.
- Wiederentdeckte kulturelle Schätze, Marketing und viel Geld.
- Bewerbung Essen.
- Bewerbung Görlitz.
- Essen und Görlitz in der nächsten Runde.
- Die dt. Bewerbungskonzepte.
- Kultureller Ritterschlag mit Hintergedanken.
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