EUROPA AKTUELL

Europäische Öffentlichkeit

Bis Ende der 1980er Jahre herrschte wohlwollendes Desinteresse bei Medien und Bürgern. Der Vertrag von Maastricht änderte dies: Wirtschaft- und Währungsunion, Innen-, Justiz- und Außenpolitik - plötzlich wurde die EU immer mächtiger und Brüssel für die deutschen Redaktionen und Bürger ganz nah. Die EU wurde öffentlich, doch entstand dabei auch eine europäische Öffentlichkeit?

Europawahl 09: Freiwillige und unfreiwillige politische Enthaltsamkeit

Die EU-Bürger wollen häufig nicht und die hier lebenden Ausländer dürfen nicht wählen. Einen Vorschlag die Wahlmüdigkeit zu umgehen beschreiben Tamara Ehs und Gerd Valchars in ihrem Gastbeitrag.

In Gummistiefeln zum 3. Platz im Rennen um den Jugendkarlspreis

Neben dem traditionellen »Internationalen Karlspreis zu Aachen« wird der Jugendkarlspreis vergeben. In diesem Jahr schaffte es ein Gymnasium aus Soest bis in das Finale. Für ihr Projekt »Diplomaten in Gummistiefeln« erreichten die Schüler den 3. Platz.

Problemfeld Regionalzeitung

In der Diskussion um das Fehlen einer europäischen Öffentlichkeit geht es fast immer darum, wie überregionale Medien über die EU und die europäische Staatenwelt berichten. Politik und Forschung schauen kaum auf die Regionalzeitungen, die die eigentlichen Leitmedien sind - denn zwei Drittel aller Zeitungsleser informieren sich ausschließlich aus Regionalblättern.

Ein "Happy Birthday" mit Misstönen

Wer 50 wird, der weiß, was ihn angesichts dieses feierlichen Anlasses erwartet: Geschenke, Gratulationen und eine Geburtstagstorte. Anders ist es, wenn die EU den 50. Jahrestag ihres Bestehens feiert. Denn Jubiläumszeit ist Umfragezeit. Und bei Umfragen hat die EU vor allem eines zu erwarten: Kritik.

Ältere Beiträge zum Thema

"Deutschland ist kein EU-freundliches Land"

Der westfälische Europaabgeordnete und Soziologe Helmut Kuhne (SPD) beschäftigt sich unter anderem mit der öffentlichen Meinung in der EU. Zuletzt hat Kuhne die Eurobarometer-Umfragen der letzten zehn Jahre analysiert. europa-digital befragte ihn nach seinen Erkenntnissen.

Neue EUropäische Kommunikation: Vertrauensbildung oder Manipulation?

Das am 1. Februar 2006 von EU-Kommissarin Margot Wallström präsentierte Weißbuch zur Kommunikationspolitik ist der vorläufige Höhepunkt der neuen Kommunikationsstrategie der EU. Zumindest hofft die Kommission damit die Kluft zwischen Bürgern und Brüssel zu überwinden. Journalisten und Europa-Abgeordnete kritisieren die Vorschläge jedoch.

2006 - Das Jahr der Debatten über die EU?

Die Kommission will die Bürger ins Zentrum der Debatten über die Zukunft der EU stellen. So soll der Verfassungsprozess wieder an Fahrt gewinnen und der Demokratisierungs- und Vertrauensprozess zwischen der EU und ihren Bürgern voranschreiten. Wird 2006 das "Jahr des Bürgerdialogs über Europa"?

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Der Informationsdienst "Europe Direct" erwartete hohen Besuch: Margot Wallström, EU-Kommissarin für Institutionelle Beziehungen und Kommunikationsstrategie, hat ihn am Donnerstag (15.12.2005) besucht und mit den Mitarbeitern auf die 100.000 Informationsanfrage in diesem Jahr angestoßen - ein neuer Rekord.

Europaberichterstattung in vielen Ländern problematisch

Im Verhältnis zu ihrer tatsächlichen Bedeutung spielt die EU in den Medien eine geringe Rolle. Warum das so ist, untersuchen Wissenschaftler aus elf Staaten im Projekt "Adequate Information Management in Europe", kurz AIM.

Die Kluft überbrücken: Wie kommt die Europäische Union ihren Bürgern näher?

Wir brauchen eine neue Art der Kommunikation mit den Bürgern. Es reicht nicht, nur Informationen zur Verfügung zu stellen. Denn Kommunikation ist keine Einbahnstraße - sie bedeutet auch, dass die EU zuhört. Und dann danach handelt, wenn notwendig. Ein Gastbeitrag von Anne-Marie Sigmund, Präsidentin des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses.

Was die EU aus der Verfassungskrise lernen will

Seit der Ablehnung der EU-Verfassung macht das düstere Schlagwort der "Eurosklerose" wieder die Runde. Margot Wallström, die eigens für die Kommunikationsstrategie der EU zuständige Vizepräsidentin der Kommission, stellte nun ein lange erwartetes Papier zur zukünftigen Kommunikationsstrategie der EU vor.

Feine Unterschiede zwischen Ost und West

Korrespondenten aus den alten und den neuen EU-Staaten arbeiten in Brüssel nicht auf einer Augenhöhe. Die osteuropäischen Journalisten haben mit einigen Nachteilen zu kämpfen, Torsten Schäfer berichtet.

"Nur im öffentlichen Gespräch kann sich Identität bilden"

Wir sprachen mit dem Politikwissenschaftler Thomas Meyer über Öffentlichkeit in Europa, Politik hinter verschlossenen Türen und länderübergeifendes Fernsehen. Meyer lehrt an der Universität Dortmund und leitet die wissenschaftliche Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Mit Öffentlichkeitsarbeit zu Europäischer Öffentlichkeit?

Ist Europäische Öffentlichkeit tatsächlich eine notwendige Bedingung für legitimes Regieren durch die Europäischen Union? Der Deutsche wird sagen, dass diese Frage nicht beantwortet werden kann, ohne eine Definition von Europäischer Öffentlichkeit und der Festlegung von Standards politischer Legitimität für die Europäische Union. Dies ist nicht falsch, doch gerade hier liegt das Problem.

"Brüssel ist eine enorme Herausforderung"

Kaum jemand kennt den Brüsseler Journalismus besser als Michael Stabenow, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er arbeitet seit 20 Jahren in der europäischen Hauptstadt. europa-digital sprach mit Stabenow über die Besonderheiten der EU-Berichterstattung, das Verhältnis zu den Kollegen und die täglichen Recherchen im Dickicht der EU-Institutionen.

Der ewige Versuch: Europa und seine Öffentlichkeit

Von der Darstellung der EU in den Medien hängt viel mehr ab, als es auf den ersten Blick scheint. Es geht um die Identität der Gemeinschaft, um ihre Transparenz und Demokratie. Letztlich ist die Zukunft der EU eng mit ihrer öffentlichen Darstellung verbunden.

Eine gemeinsame Öffentlichkeit schafft eine gemeinsame Identität

Eine EUropäische Öffentlichkeit existiert bislang nicht und die EU-Bürger sind nur wenig an einem Austausch über europapolitische Themen interessiert. Was bedeutet das für das EUropäische Zusammengehörigkeitsgefühl? Und was bedeutet das für die Legitimität der EU-Institutionen?

Andere Beiträge zum Thema

Frage der Woche: Wie viele Journalisten arbeiten in Brüssel und was machen sie eigentlich da?

Die genaue Zahl schwankt zwar ständig ein wenig, da Korrespondenten weggehen und neue hinzukommen, doch mittlerweile hat man sich um 900 eingependelt. Damit gilt Europas Hauptstadt als der Ort mit der größten Korrespondentenschar überhaupt in der Welt - noch vor Washington.

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