EUROPA AKTUELL

  • Wolfgang Bauchhenss
 

Die Presseschau zum irischen "Nein" am Freitag, 20. Juni

Krise der EU

Deutschlandfunk

Sarkozy droht mit Erweiterungsstopp

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will die Ratifizierung des Lissabon-Vertrages zur Bedingung für die Aufnahme neuer Mitglieder in die EU machen. Ohne den Reformvertrag werde es keine Erweiterung geben, sagte der kommende Ratspräsident beim Gipfeltreffen in Brüssel.

Luxemburger Wort

Gemeinsames Handeln beschworen

Irland soll sich nicht unter Druck gesetzt fühlen. Das ist das Rezept, um einen Ausweg aus der nach dem negativen irischen Referendum entstandenen Krise zu finden.

Neue Zürcher Zeitung

Irlands Schatten über dem EU-Gipfel

Das EU-Gipfeltreffen hat im Zeichen des irischen Neins zum Vertrag von Lissabon begonnen. Um den Eindruck zu vermeiden, die EU sei nun gelähmt, wurden die hohen Preise für Erdöl und Lebensmittel diskutiert.

Heute Online

Sarkozy will die Tür zumachen

Das No der Iren liegt der EU schwer im Magen. Nun droht Frankreichs Präsident Sarkozy, die EU-Erweiterung sofort zu stoppen. "Ohne den Lissabon-Vertrag gibt es keine Erweiterung", sagt er. Wie die EU aus der Krise kommen will, ist noch immer unklar.

Ach, Europa!

Das irische Nein zum Vertrag von Lissabon zeigt: Europa ist Opfer seines eigenen Erfolgs. Die mit am meisten von Binnenmarkt und Regionalförderung profitierten, bremsen die Reform. Was heißt das für die europäische Zukunft?

Tagesschau Online

Kein Termindruck zur Lösung der Krise

Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen Irland zeitlich nicht unter Druck setzen, um einen Ausweg aus dem Dilemma nach dem irischen Nein zum EU-Vertrag zu finden.

EU sucht Lösung in Kooperation mit den Iren

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Merkel für gemeinsame Lösung mit Irland

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Warum versteht niemand die EU?

Warum schafft es die EU nicht, sich ihren Bürgern zu erklären? Schuld sind vor allem die Nationalstaaten, sagt der Kommunikationsexperte Otfried Jarren.

Die Presse

Nach dem Irland-Nein: Europa sucht seinen Weg

In Brüssel diskutierten die 27 EU-Staatschefs über die Rettung des Reformvertrags. Doch der Vertrag allein wird Europas Probleme nicht mehr lösen. Vier Varianten für die Zukunft der Union.

Barroso und Cowen spielen auf Zeit

EU-Kommissions-Präsident Barroso und Irlands Regierungschef Cowen erklärten, Irland habe bis Oktober Zeit, Vorschläge für die nächsten Schritte zu machen.

Besser harter Kern als Wurm in der EU-Marille

Das Kerneuropa-Konzept ist nicht beliebt. Es würde aber endlich klären: Was ist besser? Mehr EU oder weniger?

Der Standard

Kommissar-Deal soll Vertrag retten

Bis Oktober wird die EU Irland ein Paket mit Nachbesserungen präsentieren, das eine neuerliche Abstimmung über den Vertrag von Lissabon ermöglicht. Dieser Weg aus der Krise zeichnete sich am ersten Tag des EU-Gipfels ab.

Asselborn: "Ein zweites Referendum, es gibt keinen anderen Ausweg"

Um eine neue Abstimmung über den Reformvertrag kämen Iren und EU nicht umhin, meint Luxemburgs Außenminister im STANDARD-Interview.

Abwarten und studieren

Was das Nein der Iren für den inneren Zusammenhalt der EU bedeutet, darüber zerbricht man sich in Europas Regierungskanzleien nun den Kopf. Doch wie unschön die neue Krise für die Außenansicht der Union ist, die doch ein Global Player werden möchte, ist noch kaum beachtet worden.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Wieviel Europa wollen wir?

Können sich Iren irren? Selbstverständlich. Aber es wäre ein grober Fehler, deren Nein zum geplanten neuen EU-Vertrag als Versehen abzutun und ihnen eine leicht veränderte Version für ein zweites Votum vorzulegen.

Bild

Rettet Merkel die EU?

Irland gegen den Rest der Europäischen Union, schwerer Gang für Premierminister Brian Cowen: Das Nein seiner Iren zum neuen EU-Vertrag ist ihm sichtlich peinlich vor den 26 anderen Staats- und Regierungschefs beim Gipfeltreffen in Brüssel.

Süddeutsche Zeitung

Irland kann überall sein

In ihrer Rede zur EU-Krise im Bundestag hat Kanzlerin Merkel das "leidenschaftliche Interesse" an Europa beschworen - doch statt von Leidenschaft nur zu sprechen, sollten überzeugte Europäer sie jetzt auch zeigen.

"Wir brauchen eine symbolische Geste"

Außenminister Franco Frattini spricht mit der Süddeutschen Zeitung über die europäische Krise.

Prag entscheidet autonom

Neben Irland steht auch Tschechien dem neuen EU-Vertrag skeptisch gegenüber. Und drängen lassen will der Staat sich schon gar nicht, sagt Ministerpräsident Mirek Topolanek.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eine Sorge weniger

Rechtzeitig vor ihrem Brüsseler Treffen ist den Regierungschefs der EU-Länder wenigstens eine Sorge genommen worden: Nach dem Unterhaus haben nun auch die „Lords“ in London dem Reformvertrag von Lissabon zugestimmt.

Merkel gegen „Europa der zwei Geschwindigkeiten“

Nach dem Nein der Iren zum EU-Vertrag von Lissabon erteilt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Überlegungen über ein „Kerneuropa“ oder einem „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ eine klare Absage.

Bonner General-Anzeiger

Neuer Mut?

Es war das richtige Geschenk zur richtigen Zeit: Ausgerechnet das als europaskeptisch geltende Großbritannien bescherte der gebeutelten Gemeinschaft mit seinem Ja zum Reformvertrag neuen Mut.

die tageszeitung

Auflösen und neu gründen

Es gibt viele Varianten, Irlands Nein zu umgehen. Die beste wäre, die EU neu zu gründen.

Kontinent der vielen Geschwindigkeiten

Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten gibt es nur deshalb nicht, weil längst ein Europa der vielen Geschwindigkeiten existiert.

Handelsblatt

Ratlos in Brüssel

Die EU-Staats- und Regierungschefs sind in Brüssel zu einem Krisengipfel zusammengekommen: Sie verlangen vom irischen Ministerpräsidenten Brian Cowen eine Erklärung für das Nein seiner Bevölkerung gegen den EU-Reformvertrag. Doch Cowen präsentiert sich ähnlich ratlos wie seine Kollegen.

Financial Times Deutschland

Wie Europa die Krise meistern kann

Die Sache ist verfahren: Das Nein der Iren zum EU-Reformvertrag hat die Mitgliedstaaten in große Ratlosigkeit gestürzt. Beim EU-Gipfel in Brüssel wollen die Regierungen Auswege aus der Krise ausloten.

Deutsche Welle

Europa in der Sackgasse

Eigentlich hat der EU-Gipfel in Brüssel nur ein Thema: Wie kommt man aus der Sackgasse nach dem negativen Referendum in Irland? Die Frage allerdings wurde erst einmal verschoben. Aber es gab auch einen Erfolg.

Video: Das 'Nein' aus Irland sorgt in der EU für große Verunsicherung

[Videobeitrag]

Zeit Online

Brüssel am Rande des Nervenzusammenbruchs

Es sind Possen wie diese, die nicht nur viele Iren an Europa verzweifeln lassen. Ausgerechnet am Tag des großen Brüsseler Krisengipfels, bei dem die 27 Staatschefs der EU beraten wollen, wie es nach dem Nein der Iren zum Lissabon-Vertrag weitergehen soll, brennen bei der Kommission ein paar Drähte durch.

Freitag

Keltischer Tiger

Im irischen Nein spiegelt sich die Angst vor Fremdbestimmung.

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