Die Brüsseler Vertretungen der Stiftungen im Überblick
Klicken Sie auf die Stiftung, um mehr über ihre Geschichte, Aufgaben und die Aktivitäten der Brüsseler Vertretung zu erfahren.
- Konrad-Adenauer-Stiftung
- Friedrich-Ebert-Stiftung
- Heinrich-Böll-Stiftung
- Friedrich-Naumann-Stiftung
- Hanns-Seidel-Stiftung
CDU >> Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)
Geschichte: Die Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. entstand aus der bereits 1956 gegründeten "Gesellschaft für christlich-demokratische Bildungsarbeit". Seit 1964 trägt sie den Namen des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik, Konrad Adenauer (1876 - 1967).
Aufgaben / Ziele: Die KAS tritt national und international für "freiheitliche Demokratie, die Soziale Marktwirtschaft und die Entwicklung und Festigung des Wertekonsenses" ein. Dabei ist der Ausgangspunkt das "christliche Verständnis vom Menschen als Geschöpf Gottes in seiner Gleichwertigkeit, Verschiedenartigkeit und Unvollkommenheit". Des weiteren dokumentiert und erforscht die KAS die geschichtliche Entwicklung der christlich-demokratischen Bewegung. Prominente Mitglieder der KAS sind Helmut Kohl, Angela Merkel, Kurt Biedenkopf, Norbert Blüm und Wolfgang Schäuble. Im Jahr 2003 umfasste das Budget der KAS 103.764.740 Euro.
In Brüssel: Die KAS richtete ihr Europabüro in Brüssel Mitte 1978 ein. Seit Juni 2003 wird es von Dr. Peter R. Weilemann geleitet. Heute ist die Stiftung mit neun Mitarbeitern in Brüssel vertreten. Für seine Arbeit stehen dem Büro jährlich rund 1,0 Mio. Euro zur Verfügung.
Auf der Agenda: Thematisch sind derzeit der Verfassungsprozess, die ordnungspolitische Debatte der EU und die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik Schwerpunkte der KAS. Weilemann möchte besonders die Debatte über die GASP verstärkt vorantreiben: "Mit Blick auf institutionelle Arrangements haben wir hier schon viel erreicht, wie die Solidaritätsklausel oder das Solana-Papier, aber es fehlt noch eine europäische strategische Kultur".
Kontakt: Konrad-Adenauer-Stiftung,
Infos auf der KAS-Website
eMail: sekretariat@eukas.be
SPD >> Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
Geschichte: Die nach dem sozialdemokratischen Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871 - 1925) benannte Stiftung wurde im Jahre 1925 gegründet. 1933 wurde die FES von den Nationalsozialisten verboten. 1947 wurde sie wiederbegründet.
Aufgaben / Ziele: Ihre Aufgabe sieht die FES in der Förderung der "politischen und gesellschaftlichen Bildung von Menschen aus allen Lebensbereichen im Geiste von Demokratie und Pluralismus", sowie darin, "begabten jungen Menschen durch Stipendien Zugang zu Studium und Forschung zu ermöglichen und zur internationalen Verständigung und Zusammenarbeit beizutragen." Im Jahr 2003 umfasste das Budget der FES rund 109 Millionen Euro.
In Brüssel: Die FES ist seit 1973 mit einem eigenen Büro in Brüssel vertreten. Heute ist sie hier mit sieben festangestellten Mitarbeitern und drei Praktikanten präsent. Leiter des Büros ist Dr. Ernst Stetter.
Auf der Agenda: Die FES konzentriert sich thematisch vor allem auf die Bereiche EU und Entwicklungspolitik: im EU-Rahmen hat sich die Stiftung zuletzt intensiv mit der Europäischen Verfassung und der GASP auseinandergesetzt. In der Entwicklungspolitik stand das Abkommen von Cotonou im Vordergrund. Das seit zwei Jahren bestehende Programm "Vergessene Konflikte", setzt sich mit der Rolle der EU in Krisengebieten wie Kolumbien, Pakistan und dem Sudan auseinander.
Kontakt: Friedrich-Ebert-Stiftung,
Infos auf der FES-Website
eMail: fes@fesbrussels.org
B' 90/ Die Grünen >> Heinrich-Böll-Stiftung (HBS)
Geschichte: 1988 gründeten die Vertreter der damals existierenden acht grünennahen Landesstiftungen den Verein "Buntstift - Föderation grünnaher Landesstiftungen und Bildungswerke e.V.", aus dem die HBS entstand. In ihrer jetzigen Form existiert die HBS seit 1996/1997.
Aufgaben / Ziele: Die HBS orientiert sie sich an den politischen Grundwerten Ökologie, Demokratie, Solidarität und Gewaltfreiheit. Die zwei großen Themen Migration und Geschlechterdemokratie durchziehen die gesamte Arbeit der Stiftung. Im Jahr 2004 umfasste das Budget der HBS 36,2 Millionen Euro.
In Brüssel: Das EU-Regionalbüro der HBS besteht seit April 1998. Seit 2001 steht dem Büro Claude Weinber vor. Die HBS ist mit 7 Mitarbeitern, die teilweise als Halbtagskräfte arbeiten, und zwei Praktikanten in Brüssel präsent. Aus den Mitteln der HBS erhält das Büro in Brüssel jährlich knapp 1,0 Mio. Euro.
Auf der Agenda: Die HBS konzentriert sich auf folgende Themen: Demokratie und Partizipation in der EU, die europäische Verfassung, die institutionelle Reform der EU, Ökologie und nachhaltige Entwicklung, die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU, die EU-Erweiterung, die Zukunft der Arbeit und des Sozialstaates. Im Rahmen ihres "Europaprogramms" beschäftigt sich die HBS mit den Herausforderungen der GASP, dem Erreichen der "Millenium Development Goals", der Verbesserung der transatlantischen Beziehungen und dem Verhältnis der EU zu China und Russland. Im "Nord-Süd-Dialogprogramm" der HBS geht es um die Förderung von Demokratie und politischen und strukturellen Wandel in den Ländern der südlichen Hemisphäre und Zentral- und Osteuropas.
Kontakt: Heinrich-Böll-Stiftung,
Infos auf der HBS-Website
eMail: brussels@boell.be
FDP >> Friedrich-Naumann-Stiftung (FNSt)
Geschichte: Die FNSt wurde 1958 gegründet und ist nach dem liberalen Politiker Friedrich Naumann (1860 - 1919) benannt. 1959 nahm die Geschäftsstelle der Stiftung ihre Arbeit in Bonn auf. 2000 wurde sie nach Potsdam (in die Karl-Marx-Sraße...) verlegt. Derzeitiger Vorstandsvorsitzender der FNSt ist Otto Graf Lambsdorff.
Aufgaben / Ziele: Die FNSt will Wissen im Sinne der liberalen, sozialen und nationalen Ziele Friedrich Naumanns vermitteln. Sie will "dazu beitragen, dem Prinzip Freiheit in Menschenwürde in allen Bereichen der Gesellschaft Geltung zu verschaffen". Im Jahr 2004 umfasste das Budget der FNSt 40 Millionen Euro.
In Brüssel: In Brüssel ist die FNSt mit fünf Mitarbeitern vertreten. Direktor der Außenbüros ist Dr. Jürgen D. Wickert. Für seine Arbeit stehen dem Büro jährlich rund 700.000 Euro zur Verfügung.
Auf der Agenda: Die Brüsseler Themenschwerpunkte zwischen 2004 und 2007 sind: Globalisierung und Entwicklung, Bildung als Grundlage einer freien Gesellschaft, Friedenssicherung und Konfliktprävention, Aktive Bürgergesellschaft und Kommunalpolitik, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und die Verfassungsreform.
Kontakt: Friedrich-Naumann-Stiftung,
Infos auf der FNSt-Website
eMail: ipd@brussels.fnst.org
CSU >> Hanns-Seidel-Stiftung (HSS)
Geschichte: Die HSS wurde 1967 in München gegründet und ist nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten Hanns Seidel (1901 - 1961) benannt. 1973 eröffnete die HSS ihr Bildungszentrum in Wildbad Kreuth. In Deutschland ist die HSS außerdem in Berlin und im bayerischen Kloster Banz vertreten.
Aufgaben / Ziele: Ihr satzungsmäßiges Ziel ist es die "demokratische und staatsbürgerliche Bildung des deutschen Volkes auf christlicher Grundlage" zu fördern. Die HSS überschreibt ihre Arbeit mit dem Motto "Im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung". Im Jahr 2004 umfasste das Budget der HSS insgesamt 42.610.000 Euro.
In Brüssel: Das Außenbüro der HSS in Brüssel besteht seit 1986. Markus Russ steht dem fünfköpfigen Büro als Leiter vor.
Auf der Agenda: Zu den aktuellen Themenschwerpunkten gehören: Die Zukunft der EU (Erweiterungsprozess, Verfassungsvertrag, institutionelle Reformen), Außen- und entwicklungspolitische Beziehungen (transatlantischer Dialog, Russland, Osteuropa, China, ASEAN-Staaten, Naher Osten, Benelux), Innere und äußere Sicherheit (Terrorismusbekämpfung, ESVP, NATO) und Strategien zur Erreichung der Zielsetzung von Lissabon.
Kontakt: Hanns-Seidel-Stiftung,
Infos auf der HSS-Website
eMail: bruessel@hss.de
Erstveröffentlichung am 8.8.2005
