EUROPA AKTUELL
Die EU und die Türkei
Der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union wird sehr kontrovers diskutiert. Während viele Europäer Angst vor einer Überforderung der EU haben und die Menschenrechtssituation kritisieren, verweist die Türkei im Beitrittsprozess auf ihre geostrategische Bedeutung und die großen Reformen seit 2002. Wie es um das Verhältnis zwischen der Türkei und der Europäischen Union bestellt ist, beleuchtet und begleitet fortlaufend dieses Dossier.
Die Themen im Überblick
EU-Türkei: Die Verhandlungen gehen weiter
Nach dem Stillstand unter der finnischen Ratspräsidentschaft und der teilweisen Suspendierung im Dezember 2006 ist wieder Bewegung in den türkischen Beitrittsprozess gekommen: Auf einer Konferenz am 29. März 2007 wurde das Verhandlungskapitel "Unternehmen und Industrie" eröffnet.
Türkei unter Zugzwang
Im Interview analysiert Andreas Marchetti - Fellow am »Zentrum für Europäische Integrationsforschung« den aktuellen Stand der Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union.
Ältere Artikel zum Thema
Fortschrittsbericht 2006: Eine politische Warnung an die Türkei
Olli Rehn hat am 8. November 2006 in Brüssel die Fortschrittsberichte der Kandidatenländer Türkei, Kroatien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien vorgestellt.
Die Zypern-Frage: Letzte Schonfrist für Ankara
Der Fortschrittsbericht der EU-Kommission zum Beitrittsprozess der Türkei ist in vielen Punkten kritisch ausgefallen. Das wohl schwierigste Kapitel bleibt nach wie vor Zypern.
"Debatte über EU-Erweiterung ist normal"
Am 8. November 2006 wird die EU-Kommission voraussichtlich einen neuen Bericht über die Fortschritte der Türkei auf ihrem Weg in die Europäische Union vorlegen. Das Ergebnis ist offen, Ziel der Beitrittsverhandlungen bleibt aber eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei.
Neuer Fortschrittsbericht für die Türkei
Am 9. November 2005 stellte Erweiterungs-Kommissar Olli Rehn den letzten Fortschrittsbericht vor. Die wichtigste Erkenntnis: Wirtschaftlich läuft alles soweit gut, politisch muss sich die türkische Regierung aber noch mächtig ins Zeug legen und dafür sorgen, dass die beschlossenen Reformen auch wirklich umgesetzt werden.
Gewinner auf allen Seiten
Tapfer wehrte sich die kleine Alpenrepublik das gesamte Wochenende über, dem Willen der anderen 24 Mitgliedstaaten zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zuzustimmen. Selbst die Skeptiker aus Zypern waren da schon auf die Mehrheitslinie eingeschwenkt. Doch am Ende des Krisentreffens konnten sich die EU-Außenminister einigen.
Tauziehen um den Verhandlungsbeginn
Der Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sorgte bis zuletzt für viel Wirbel. Während Österreich lange Zeit auf "ergebnisoffene" Verhandlungen pochte, stimmte das Europaparlament bereits im Vorfeld für die Gespräche - wenn auch mit neuen Hürden.
Streit um die Zollunion
Einen Monat vor Beginn der Beitrittsverhandlungen streiten sich die EU und die Türkei über die Interpretation der Zollunion. Dennoch hält die EU bislang am geplanten Starttermin für die Gespräche fest.
"Abgestufte Integration" statt "Privilegierter Partnerschaft"?
Bei der Debatte über den künftigen Status der Türkei spielt der mögliche Erfolg der CDU/CSU bei der Bundestagswahl eine wichtige Rolle, vertritt die Union doch das Modell einer 'Privilegierten Partnerschaft'. In die sachliche Diskussion der Langzeitperspektive für die Türkei bringt nun der Frankfurter Politikwissenschaftler Cemal Karakas einen interessanten neuen Vorschlag ein, den er hier erläutert.
Nach Zollunion: Zankapfel Zypern
Zwei Monate vor dem geplanten Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen liefert die Türkei neuen Konfliktstoff. So hat sie zwar ihre Zollunion mit der EU auf alle Mitgliedstaaten ausgedehnt - auch auf Zypern. Dennoch weigert sich die Türkei beharrlich, die Inselrepublik politisch anzuerkennen.
EU-Kommission beschließt Verhandlungsmandat
Wie viel Erweiterung verträgt die Europäische Union? Nach den gescheiterten Verfassungsreferenden geht es hoch her in der Debatte über das Tempo der Erweiterung und die Grenzen Europas. Nun hat die EU-Kommission Ende Juni 2005 ihren Rahmenentwurf für Beitrittsverhandlungen mit der Türkei vorgelegt.
Diskussion: Ist in der EU Platz für die Türkei?
Am 17. Dezember werden die EU-Mitgliedsstaaten entscheiden, ob sie der Türkei Beitrittsverhandlungen anbieten. Ein solcher Schritt hat viele Befürworter, aber auch viele Gegner. Gehört die Türkei dazu? Ihre Meinung ist gefragt! Diskutieren Sie im Forum unseres Medienpartners DW-WORLD.
Verhandlungen beginnen am 3. Oktober
Die Türkei hat bekommen, was sie wollte - wenn auch mit Abstrichen. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union beschlossen gestern Abend bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel, am 3. Oktober des nächsten Jahres Beitrittsverhandlungen mit der türkischen Regierung zu beginnen.
Von Belgien bis Zypern immer noch geteilte Meinungen
Auch nach dem Versprechen, am 3. Oktober 2005 mit den Beitrittsverhandlungen zu beginnen: Die Staats- und Regierungschefs sind sich in ihrer Meinung zur Türkei immer noch uneinig. Hier die Standpunkte der einzelnen Mitgliedsstaaten nach dem jüngsten Gipfel im Überblick.
Wird Europa überfordert?
Die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sollen am 3. Oktober 2005 beginnen, doch noch könnte alles an der Zypern-Frage scheitern. Erfahren Sie, was in den Tagen vor dem EU-Gipfel passiert ist, was die Ablehnungsgründe sind und welche Probleme mit dem Türkei-Beitritt verbunden sind.
Stillstand in der Türkei-Frage
Im Bundestag bleiben die Fronten im Streit um eine EU-Mitgliedschaft der Türkei weiter verhärtet. Während die rot-grüne Bundesregierung gestern (28.10.2004) weiterhin einmütig ein EU-Votum zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen befürwortete, hielt die Union weiter an ihrem Konzept der "privilegierten Partnerschaft" fest.
Istanbuler Notizen
Wer erstmals nach Istanbul reist, bekommt eine Menge Aha-Erlebnisse für sein Halbwissen, einige Beispiele gefällig? Axel Heyer war auf Entdeckungstour in der Stadt an den zwei bis drei Meeren.
Europa 2015 - ein Plädoyer für das Schemenhafte
Vor der Kulisse der Weltstadt Istanbul hat europa-digital-Herausgeber Axel Heyer in den letzten Tagen den Countdown bis zum Verheugen-Bericht verfolgt, mit Türken und Westeuropäern gesprochen und einen Eindruck davon bekommen, wie "die Türken" sind, wenn man sie nicht in einer deutschen Arbeitersiedlung sondern in ihrer stolzen Metropole beobachtet. Mit diesem Kommentar und in folgenden Beiträgen berichtet er über seine Erfahrungen.
Beitrittsverhandlungen mit Auflagen
Nach gründlicher Prüfung hat sich die EU-Kommission offiziell für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ausgesprochen. Kommissionspräsident Romano Prodi betonte, es habe viele positive Reformen gegeben - es sei aber auch noch vieles in Angriff zu nehmen. Ein konkretes Datum nennt der Bericht nicht.
Service: Die Empfehlung der EU-Kommission (PDF)
Die EU-Kommission emfiehlt die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei - dies aber nur unter bestimmten Bedingungen, Schutzklauseln und der Möglichkeit, die Verhandlungen auszusetzen. Lesen Sie im Original, was die Kommission geschrieben hat und worüber die EU-Staats- und Regierungschefs im Dezember beraten werden.
"Die EU ist als Ordnungsfaktor wichtiger als früher das Militär"
Kurz bevor Kommissionschef Prodi und Erweiterungskommissar Verheugen den Bericht vorlegen, der den Weg zu Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei ebnen dürfte, äußert sich der Hamburger Europaabgeordnete Vural Öger (SPD) im Interview zur aktuellen Situation und zu den Perspektiven der nächsten zehn (Verhandlungs-)Jahre.
Die Reifeprüfung
Am 6. Oktober wird die EU-Kommission ihren Bericht für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abgeben. Ihre Entscheidung macht die Behörde dabei von den Fortschritten bei den innenpolitischen Reformen in der Türkei abhängig. Der Streit um die Strafrechtsreform führte dabei zu einer ernsten Krise zwischen dem Land am Bosporus und der EU.
Ehebruch bleibt straffrei
Die türkische Regierung hat es bis zuletzt spannend gemacht. Erst im Parlamentsgebäude verständigte sie sich mit der einzigen Oppositionspartei darauf, die Strafrechtsreform ohne den umstrittenen Paragrafen zum Ehebruch ins Parlament einzubringen.
Türkei kann Beitrittsverhandlungen erwarten
Die Türkei kann sich nach Einschätzung von EU-Kommissaren und Diplomaten trotz fortbestehender Kritik auf grünes Licht für Beitrittsverhandlungen einstellen. Für Aufregung hingegen sorgten ein Brief des österreichischen Agrarkommissars Franz Fischler an seine EU-Kollegen sowie das geplante Ehebruch-Gesetz in der Türkei.
"Die EU als christlichen Club zu bezeichnen ist nicht sehr zutreffend"
Wie steht es um die Beziehungen der Türkei zu seinen südlichen Nachbarn und wie verändert sich die Türkei auf dem Weg Richtung EU? Ein Interview mit Dr. Ilter Turan, Professor an der Istanbuler Bilgi Universität im Fachbereich Internationale Beziehungen.
Soll die Türkei in die EU?
Der angestrebte EU-Beitritt der Türkei spaltet nicht nur die Bevölkerung, auch die politischen Lager sind sich in dieser Frage nicht einig. Daher war es nicht verwunderlich, dass die Frage einer türkischen EU-Mitgliedschaft während des Europawahlkampfes kontrovers diskutiert wurde.
Türkei und EU: Die Stunde der Wahrheit
Der Europäische Rat wird am 17. Dezember 2004 in Brüssel eine Entscheidung treffen müssen: Soll die EU Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aufnehmen? Noch vor einigen Jahren war die Antwort ein einhelliges Nein.
Alternative Energie: Troja macht Wirbel
Die Türkei ist im Aufbruch nach Europa, auch beim sparsameren Umgang mit Energie und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien.
Die EU wird zum 1. Mai 2004 zehn neue Mitglieder aufnehmen, doch was ist mit der Türkei?. Wird der Europäische Rat von Kopenhagen endlich einen Termin nennen?
Neue türkische Regierung im Amt
Nun ist sie im Amt - die erste Ein-Parteien-Regierung in der Türkei seit 15 Jahren. An ihrer Spitze steht der stellvertretende AKP-Vorsitzende Abdullah Gül - Recep Tayyip Erdogan kritisierte unterdessen den UNO-Friedensplan für Zypern.
Zypern - die neue Schweiz des östlichen Mittelmeers?
Einen Monat vor dem EU-Gipfel in Kopenhagen kommt erneut Bewegung in die festgefahrenen Gespräche um den zukünftigen Status der geteilten Mittelmeerinsel Zypern. Die UNO präsentierte am 11.November einen Lösungsvorschlag.
Islamisten auf Europa-Kurs
Die Türken haben gewählt - und damit das Parteiensystem am Bosporus faktisch auf den Kopf gestellt. Klarer Wahlsieger: die gemäßigt-islamische Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) unter Reçep Tayyip Erdogan.
Türkei und Europa nähern sich an
Am 2. August hat das türkische Parlament ein umfangreiches Reformpaket verabschiedet, dass langfristig den Weg in die Europäische Union ebnen soll.
Der Zypern-Konflikt
Die Geschichte des Streits um die kleine Mittelmeerinsel und seine Auswirkungen auf den türkischen EU-Beitritt skizziert Georg Pfeiffer
Der Ägäis-Konflikt
Warum beide Seiten dem ägäische Festlandsockel eine so große Bedeutung beimessen und wieso sich erst jetzt eine Lösung abzeichnet, berichtet Georg Pfeiffer
Der ewige Kandidat
Bereits seit einigen Jahren zieht es die Türkei in die EU. Warum bislang nichts daraus geworden ist und welche Rolle die Türkei nach einem Beitritt übernehmen könnte, zeigt Niels Sijben
Die strategische Position der Türkei nach dem 11. September
Wie die Terroranschläge vom 11. September die geopolitische Bedeutung der Türkei verändert haben, schildert Mathias Fritzsche
Die Rolle der Türkei für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU
Welche Bedeutung dem NATO-Mitglied Türkei bei der Aufstellung der EU-Armee zuviel und wie der ausgehandelte Kompromiss aussieht, weiß Karin Gerwens
"Die EU braucht die Türkei aus sicherheitspolitischen Gründen"
Ein Interview mit Ozan Ceyhun, türkischstämmiger Europaabgeordnete der SPD
"Keine EU-Ausnahmeregelung, aber Verständnis für die türkischen Verhältnisse"
Ein Interview mit Ali Tekin, Konventsmitglied und Abgeordneter der "Demokratischen Linkspartei" (DSP) im türkischen Parlament
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DIE EU UND DIE TÜRKEI
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- Deutsche Türkei-Pläne.
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