EUROPA AKTUELL

Europas Wegbereiter

Wer waren die Menschen, die, geprägt von den Erfahrungen zweier Weltkriege, noch in Schwarz-Weiß-Zeiten ihre Visionen von Europa formulierten - und sich an die Arbeit machten, den gespaltenen Kontinent zu einen? An dieser Stelle blicken wir zurück auf die Anfänge der europäischen Integration und stellen die geistigen Gründerväter Europas vor.

Die einzelnen Beiträge im Überblick

Sir Winston Churchill
Er war Premierminister Großbritanniens und Vordenker der "Vereinigten Staaten von Europa". Doch auch als Schriftsteller und Historiker machte sich Churchill einen Namen.

Konrad Adenauer
Während seiner Amtszeit trug der erste Bundeskanzler Deutschlands entscheidend dazu bei, dass die Bundesrepublik ihre Souveränität wiedererlangte und sich mit Frankreich aussöhnte.

Charles de Gaulle
In de Gaulles Augen sollte Europa ein Europa der Staaten bzw. der "Vaterländer" bleiben. Die EWG war für ihn nur eine reine Wirtschaftsgemeinschaft.

Nikolaus Graf Coudenhove-Kalergi
Schon als 27jähriger forderte einen europäischen Staatenbund als einzige Alternative zu der kriegerischen Selbstvernichtung Europas. Der Buchveröffentlichung folgte die Gründung einer Paneuropa-Bewegung.

Alcide de Gasperi
Alcide de Gasperi führte sein Land aus der außenpolitischen Isolation in die EU und sorgte maßgeblich mit für den Beginn der europäischen Einigung.

Walter Hallstein
1958 wurde Hallstein erster Präsident der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, an deren Zustandekommen er wesentlichen Anteil besitzt - ebenso wie an der Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft.

Francois Mitterand
Innerlich blieb der französische Staatsmann bis zu seinem Tod den östlichen Nachbarn zutiefst skeptisch gegenüber. Dennoch gilt er als einer der Großen EUropas. Er brachte maßgeblich die Währungsunion mit auf den Weg.

Jean Monnet
Der 1888 im französischen Cognac Geborene gilt als geistiger Vater der Europäischen Gemeinschaft. Von 1952 bis 1954 führte er die Geschäfte der frisch gegründeten Montanunion.

Robert Schuman
Was die internationale Presse am 9. Mai 1950 im Uhrensaal des französischen Außenministeriums am Quai d'Orsay miterleben durfte, kam schon einem Wunder gleich. Denn das, was Robert Schuman ihnen dort mitzuteilen hatte, gilt als die Geburtsstunde der Europäischen Union.

Paul-Henri Spaak
Paul-Henri Spaak war zu Lebzeiten Premierminister in Belgien und Nato-Generalsekretär. Ohne seine Visionen und seinen Einsatz würde es vieleicht die Europäische Union gar nicht geben.

Andere Dossiers und Beiträge zum Thema

Dossier: Die europäischen Verträge
Ende Juli 2003 endete eine Erfolgsstory, die vor mehr als 50 Jahren ihren Anfang nahm: Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), Keimzelle der heutigen Europäischen Union, lief aus. In diesem Dossier kehren wir zurück in die Entstehungszeit der frühen europäischen Verträge und verfolgen den Einigungsprozess, der schließlich zur EU und der gemeinsamen Währung Euro geführt hat.

Anzeige