EUROPA AKTUELL
Europäische Weihnachts- und Silvesterbräuche
Weihnachtliche Ruhe kehrt in Brüssel ein: Diplomaten, Beamte, Abgeordnete, Journalisten, Lobbyisten fahren in ihre Heimatländer und verbringen dort die Feiertage. Aber wie? In unserem Weihnachts- und Silvester-Special stellen unsere Autoren einige europäische Bräuche vor.
Unsere Beiträge im Überblick
Belgien: Der Advent wird zum Event
So sehr sich Flamen und Wallonen im täglichen Leben voneinander abgrenzen - in der Weihnachtszeit, findet Axel Heyer, sind die Gemeinsamkeiten überraschend groß.
Bulgarien: Snejanka und Surwatschki
Eine richtige Adventszeit gibt es in Bulgarien nicht. An den Namenstagen im Dezember feiern vor allem diejenigen, die diese Namen tragen. Während Nikolai und Nikola also Geschenke bekommen, sind Adventskalender, Kränze und gefüllte Stiefel in Bulgarien äußerst selten.
Deutschland: Krippe, Kranz und Könige
Alle Jahre wieder ist es soweit - das Jahr neigt sich dem Ende zu und der Winter hat sich mal wieder breitgemacht. Tobias Daniel hat die Herkunft unserer liebgewordenen Traditionen und Bräuche hinterfragt.
Deutschland: Kracher, Klee und Karpfenessen
Während Weihnachten den Beginn des katholischen Kirchenjahres markiert, bedeutet Neujahr den Beginn des Kalenderjahres. Neujahr war und ist auch heute noch eher ein weltliches als ein kirchliches Fest, wie Tobias Daniel herausgefunden hat.
Estland: Hexen, Gnome und Päkapikks
Im estnischen Winter zaubern Gnome und Hexen treiben ihr Unwesen. Wenn Jouluvana mal viel zu tun hat, bringen einfach die kleinen Päkapikks die Geschenke. Und nach all dem bunten Treiben erklärt der Präsident von Estland ganz einfach den offiziellen Weihnachtsfrieden!
Finnland: Feiern, wo der Weihnachtsmann wohnt
Die Frage, wo der Weihnachtsmann lebt, hat wahrscheinlich die meisten als Kind beschäftigt. Die Finnen wissen darüber schon seit 1927 genau Bescheid: seine Wohnung liegt nicht etwa am Nordpol, sondern in Ostlappland.
Frankreich: Ohne Adventszeit aber mit Champagner
Britta Meyer bringt Ihnen die Besonderheiten unserer Nachbarn linksseits des Rheins näher: Die Franzosen kennen weder Adventszeit noch den zweiten Weihnachtsfeiertag und stoßen Silvester mit Champagner an.
Griechenland: Christopsomo, Kalanda und Agio Vassili
Elena Kalogeropoulou zeigt, wie man in Griechland die Festtage verbringt und welche Rolle ein paar verfressene Kobolde spielen.
Großbritannien: Warten auf Father Christmas
Die Briten unterscheiden sich in vielen Aspekten von ihren europäischen Mitbürgern. Larissa Klinker erklärt, warum sie lieber bunte Girlanden statt Strohsterne in ihr Wohnzimmer hängen und warum Weihnachtskarten so beliebt sind.
Italien: Lecker Essen und rote Unterwäsche
Neben den schönsten Krippen Europas und der berühmtesten Weihnachtsmesse der Welt bietet Natale in Italien eine eine kulinarische Vielfalt, die Vergleiche sucht. Anja Thomas zeigt die großen regionalen Unterschiede.
Lettland: Der Geburtstag der Sonne
Nach lettischer Tradition vereint Weihnachten christliche und heidnische Bräuche miteinander, denn eigentlich wurde das Fest als Wintersonnenwende gefeiert. Alle Bräuche um das Weihnachtsspektakel sollen daher die Sonne zur Rückkehr bewegen, nachdem die Nächte immer länger geworden sind.
Litauen: Geister im Haus
Weihnachten in Litauen ist ein Fest, an dem viele unerklärliche Phänomene passieren sollen. Es ist das Ende der Fastenzeit und nach uralter Vorstellung kommen die lebenden und toten Familienmitglieder zu diesem Fest zusammen. Daher sollte man Weihnachten am besten daheim feiern.
Österreich: An Weihnachten wird abgerechnet
Das österreichische Christkind ist genauso lieb, wie wir es gewohnt sind. Doch der Krampus kämpft mit harten Bandagen gegen Faulheit und falsche Neugier, fand Yvonne von Hunnius bei den Inhabern der nächsten Ratspräsidentschaft heraus.
Polen: Warten auf den ersten Stern und warum die Tiere sprechen lernten
Tradition wird in Polen groß geschrieben: Daher finden sich in der polnischen Weihnachtstradition seit Jahrhunderten gepflegte Bräuche, die dieser Zeit einen besonderen Zauber verleihen.
Portugal: Traditionelle Weihnachtskrippen und üppige Festessen
Weihnachten ist in Portugal das bedeutendste Fest des Jahres. Zur Adventszeit sind Häuser und Kirchen mit festlichen Lichtern und anderem Dekokram geschmückt.
Russland und die Ukraine: Väterchen Frost und das Schneemädchen
In Russland und der Ukraine werden Weihnachten und Silvester üblicherweise erst 13 Tage später gefeiert als im "übrigen" Europa - sprich am 6. Januar bzw. am 13. Januar.
Schweden: Donald Duck und Schweinefleisch
Die schwedische Weihnacht ist der deutschen sehr ähnlich, doch es bleiben noch genügend Unterschiede übrig. Britta Jahn zeigt, worauf man im hohen Norden Wert legt.
Schweiz: Neujahr kann warten
Dass in der Schweiz wegen der ausgeprägten direkten Demokratie vieles ein wenig länger dauert, ist man gewohnt. Dass in einigen Teilen der Eidgenossenschaft das neue Jahr aber erst am 14. Januar beginnt, überrascht dann doch.
Slowenien: Drei Mal "Frohe Weihnachten" und Rauch gegen böse Dämonen
Weihnachten ist auch in Slowenien die Zeit, in der die Kinder mit strahlenden Augen ihren Geschenken entgegenfiebern. Doch strahlen die Kinder hier wahrscheinlich noch etwas mehr als ihre europäische Nachbarn, denn für sie heißt es gleich drei Mal "Frohe Weihnachten".
Spanien: Zwischen Cava und Tauben
Die Spanier legen viel Wert auf Familie, Freunde und gutes Essen. Esther Gimeno Ugalde beschreibt, wie in Spanien gefeiert wird und welche Rolle die Heiligen Drei Könige spielen.
Tschechien: Karpfen im Garten und Schweine an der Wand
Beim tschechischen Weihnachtsfest dreht sich alles um kulinarische Genüsse und um traditionelle Bräuche, die im kommenden Jahr Gesundheit, Reichtum und Glück bringen sollen.
Türkei: Ramadan und Noel Baba
Für die Türken ist ein anderes Fest als Weihnachten von Bedeutung: das Seker Bayrami (Zuckerfest). Es wird am Ende des Ramadan (Fastenzeit) gefeiert und beendet das Fasten. Trotzdem weihnachtet es in der Türkei an Neujahr und Noel Baba verteilt Geschenke.
Ungarn: Die doppelte Bescherung
Die Kinder in Ungarn dürfen sich gleich zwei Mal über Geschenke freuen. Denn vor der Bescherung am 25. Dezember kommt schon am 6. Dezember der Mikulás mit seinem gut gefüllten Sack.
Anzeige
WEIHNACHTEN IN EUROPA
Anzeige
Sprung zum Artikelanfang .
