EUROPA AKTUELL

Europäische Wirtschaft - das Dossier

Die EU als Wirtschaftsraum lebt vom Konzept des gemeinsamen Binnenmarkts. Er bildet seit Anfang der 90er den Rahmen, in dem die EU-Staaten ihre Politiken nach und nach besser abstimmen. In diesem Dossier beschäftigen wir uns mit den Schritten zu seiner "Vollendung" und verfolgen, wie sich die EU bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt entwickeln will.

Die Beiträge im Überblick

Die Lizenz zu spielen - Der Streit ums Glücksspielmonopol

Im Zwist zwischen der Europäischen Kommission und einzelnen Mitgliedstaaten ist das Thema Glückspiel ein echter Dauerbrenner. Derzeit laufen neun Vertragsverletzungs-Verfahren gegen Länder, in denen Sportwetten nach wie vor unter Monopol stehen. Warum existieren Glücksspielmonopole nach wie vor in den EU-Mitgliedstaaten und mit welcher Argumentation werden diese gestützt?

Hedge-Fonds stärker kontrollieren?

Die Hypothekenkrise in den USA bringt die internationalen Finanzmärkte weltweit in Bedrängnis. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist besorgt über die Praxis vieler Banken, riskante Kredite für Immobilienspekulationen und Firmenübernahmen in großem Stil zu vergeben. Dabei reichen die Banken die Kreditrisiken häufig an Hedge-Fonds weiter, die dann für geplatzte Kredite einstehen müssen. Grund genug, sich Hedge-Fonds im europäischen Kontext einmal genauer anzusehen.

Ältere Beiträge zum Thema

Unser Special zur Dienstleistungsrichtlinie

In der zweiten Lesung hat das Europäische Parlament einem Kompromissvorschlag zugestimmt. Zentrale Bestandteile des ursprünglichen Vorschlags der EU-Kommission wie das Herkunftlandsprinzip fielen dem Parlament zum Opfer. Neben Applaus erntet der Kompromiss daher auch scharfe Kritik.

Fernsehen ohne Grenzen: (Ein bisschen) Mehr Werbefreiheit

Der Kulturausschuss des Europaparlaments und der Rat der Kulturminister haben den Kommissionsentwurf zur Neuordnung der Richtlinie "Fernsehen ohne Grenzen" so geändert, dass er in allen Gremien zustimmungsfähig sein dürfte. Der normale Fernsehzuschauer wird von den Änderungen wohl kaum etwas mitbekommen.

Fernsehen ohne Grenzen: Parlament entschärft Reding-Entwurf

Der Medienkommissarin Viviane Reding weht ein scharfer Wind entgegen. Das Herzstück ihrer Reformen, die Revision der Richtlinie "Fernsehen ohne Grenzen", wird wohl im Europaparlament wesentlich entschärft.

Fernsehen ohne Grenzen: Wie viel Platz für "Product placement?"

Die EU-Fernsehrichtlinie wird novelliert: Die Europäische Kommission hat am 13. Dezember 2005 ihren Vorschlag präsentiert, jetzt ist das Europäische Parlament am Zug. Es wird recht heiß diskutiert - denn die Balance "Kultur- versus Wirtschaftsgut" muss neu gefunden werden.

Elemente einer neuen Industriepolitik

Wie kann unter den Bedingungen der Globalisierung die industrielle Wettbewerbsfähigkeit bewahrt oder gar ausgebaut werden? Henning Meyer, Managing Editor von "Social Europe", ist der Meinung, dass die Antwort auf diese Frage nur in einem neuen industriepolitischen Ansatz liegen kann.

Flugbenzin bleibt steuerfrei

Aufatmen bei der Luftfahrt-Lobby, Ärger in der Bahn-Zentrale: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat eine Klage der Deutschen Bahn gegen die Steuerfreiheit für Flugbenzin in Deutschland zurückgewiesen.

Fernsehen ohne Grenzen: Markt geht vor

Print-Könige machen mobil gegen eines der größeren Projekte, das Viviane Reding sich für diese Amtszeit vorgenommen hat: "Fernsehen ohne Grenzen" heißt die Richtlinie. Was gut klingt, birgt viel Zündstoff für Konflikte. Vor allem die Zeitungsverleger fürchten um viel Geld.

Zeitungen soll's mit Brüssel besser gehen

Medienkommissarin Vivane Reding möchte ihr Scherflein zu einem kräftigeren Wirtschaftswachstum beitragen und die Rahmenbedingungen auf dem Zeitungsmarkt ändern. Zuständig wäre sie eigentlich nicht.

Das Unternehmen Verantwortung

Stellenabbau trotz hoher Gewinne, Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer - viele Großunternehmen haben in letzter Zeit negative Schlagzeilen gemacht. Dennoch engagieren sich viele Firmen für gesellschaftliche und soziale Anliegen. Dahinter steckt nicht nur ein soziales Gewissen, sondern auch geschäftliches Kalkül.

Unternehmen bewerten Lissabon-Prozess

Im Kok-Bericht vom November 2004 fiel die bisherige Bilanz der Lissabon-Strategie ernüchternd aus. Das Hauptziel, die EU bis zum Jahre 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt auszubauen, schien schier unerreichbar. PLATO Kommunikation nahm die Halbzeit zum Anlass für eine Bilanz aus Unternehmens-Perspektive.

Kampf der Steuerhinterziehung

Für Steuerhinterzieher war der 1. Juli 2005 kein guter Tag: nach langjährigen Verhandlungen, Nachtsitzungen der EU-Finanzminister und einem langen Tauziehen mit der Schweiz trat an diesem Tag die EU-Zinsrichtlinie in Kraft.

Quo vadis Lissabon-Strategie?

Unter dem Motto "Mehr Wachstum und Beschäftigung für Europa" trafen sich Wim Kok, der Vorsitzende der Sachverständigengruppe des Europäischen Rates zur Lissabon-Strategie, und Österreichs Sozialpartner in Wien. Wenige Tage vor dem Brüsseler Frühlingsgipfel debattierten sie über Reformbedarf, Gestaltungsmöglichkeiten und Lösungsansätze der inzwischen in Ferne gerückten Lissabon-Ziele.

Kultur- oder Wirtschaftsgut?

Nach Karel van Miert und Mario Monti legt sich nun auch die neue EU-Wettbewerbshüterin, die Niederländerin Neelie Kroes, mit der Bundesregierung an. Grund ist das alte Thema öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Deutschland.

Neelie Kroes will staatliche Subventionen einschränken

EU-Kommissarin Neelie Kroes stößt mit ihrer Forderung, das System der staatlichen Beihilfen zu reformieren und sie in rückständigen Regionen reicher Mitgliedstaaten abzuschaffen, auf wenig Begeisterung. Ein Sprecher der Bundesregierung bezeichnete den Vorschlag als "nicht akzeptabel" und auch aus den Reihen ostdeutscher Politiker kommt scharfe Kritik.

Streit über Zukunft der Lissabon-Strategie

Wohin entwickelt sich die einst so ambitionierte Lissabon-Strategie? Im Zusammenspiel von Sozial-, Wirtschafts-, Bildungs- und Umweltpolitik wollten EUropas Regierungschefs die Gemeinschaft so bis 2010 zum stärksten Wirtschaftsraum der Welt machen. Damit sind sie noch nicht weit gekommen.

EU legt Wirtschaftsprüfer an die Kette

"Das Vertrauen in die Unternehmensabschlüsse und die Märkte ist zerstört", sagte der ehemalige EU-Binnenmarkt-Kommissar Frits Bolkestein anlässlich der Vorstellung der neuen Richtlinie zur Abschlussprüfung der Bilanz eines Unternehmens. Durch strengere Regeln und eine staatliche Überwachung der Prüfungsgesellschaften will die EU zukünftig Bilanzskandale verhindern.

EU-Außenhandel: Probleme an vielen Fronten

In Großbritannien galt Peter Mandelson mal als Tony Blairs Mann für's Grobe. Jetzt leitet er als EU-Kommissar EUropas Handelsbeziehungen mit aller Welt. Hier wird ein Mann für's Grobe gebraucht. Denn der Außenhandel gilt derzeit als eines der konfliktträchtigsten Felder der europäischen Politik - innerhalb der EU, aber auch in ihren Außenbeziehungen.

Der EU-Binnenmarkt: Der Unvollendete

In der Unternehmenswelt hat der EU-Binnenmarkt die wirtschaftliche Verflechtung insgesamt befördert und verstärkt. Kooperationen, Fusionen und die Expansion in Nachbarländer sind heute leichter denn je. Erfahren Sie, wie der Binnenmarkt funktioniert, welche Rolle die Kommission spielt und warum die Regierungen trotzdem oft den Ton angeben.

Andere Dossiers und Beiträge zum Thema

Dschungelbuch - Politikfeld: Der Binnenmarkt

Der europäische Binnenmarkt ist letztendlich die praktische Konsequenz einer Vision aus den Gründungsjahren der EU: Die Errichtung eines "Gemeinsamen Marktes". Er ist das Sinnbild der ökonomischen Integration der EU-Mitgliedstaaten und soll so wesentlich zum Wohlstand Europas beitragen.

Dschungelbuch - Politikfeld: Wirtschaft und Währung

Die Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) war eines der ambitioniertesten Ziele der Europäischen Union (EU). Seit den siebziger Jahren gab es zwar bereits mehrere Anläufe für eine WWU. Allerdings rückte sie erst in den achtziger Jahren mit der Schaffung des Binnenmarktes und der Vertiefung des europäischen Integrationsverbundes endgültig auf die politische Tagesordnung.

Dschungelbuch - Politikfeld: Wettbewerb

Die europäische Wettbewerbspolitik zielt darauf ab, unverfälschten Wettbewerb herzustellen, aufrechtzuerhalten und dies auch zu garantieren. Sie ist eng verzahnt mit dem Binnenmarkt. Die vier Grundfreiheiten sind neben dem Prinzip der Nichtdiskriminierung und dem EG-Wettbewerbsrecht wesentliche Bestandteile der europäischen Wirtschaftsordnung.

Dschungelbuch - Politikfeld: Die Beschäftigungspolitik

Die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik der EU ist eng verknüpft mit der europäischen Sozialpolitik: Fragen nach ausreichenden Arbeitsplätzen, gerechter Entlohnung, Gleichstellung der Geschlechter aber auch Fragen der Altersabsicherung, der sozialen Gerechtigkeit und Wohlstandssicherung muss man in diesem Zusammenhang betrachten.