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DAS DSCHUNGELBUCH

  • Svenja Friedrich
 

Die Europäische Freihandelszone

Die "European Free Trade Association" (EFTA) ist eine zwischenstaatliche Organisation von vier europäischen Ländern, die alle keine EU-Mitglieder sind. Die EFTA wurde 1960 gegründet und besteht heute aus Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz. Ihr Ziel ist, den Handel und die wirtschaftliche Integration zu fördern.

Die Aufgaben der EFTA umfassen:

  • die Verwaltung des EFTA-Abkommens (rechtliche Basis der Organisation und Basis für die Freihandelsbeziehungen zwischen den EFTA-Staaten)
  • die Verwaltung der weltweiten Freihandelsabkommen zwischen der EFTA und Drittländern
  • die Verwaltung des EWR-Abkommens (Europäischer Wirtschaftsraum), welches drei EFTA-Staaten (Island, Norwegen und Liechtenstein) die Teilnahme am EU-Binnenmarkt ermöglicht
  • Die EFTA ist für ihre Mitgliedstaaten ein wichtiges handelspolitisches Instrument.

    Der wohl größte Unterschied zwischen der EU und der EFTA ist, dass den Mitgliedstaaten der EFTA die volle politische Handlungsfreiheit erhalten bleibt. Es gibt keine gemeinsamen Außenzölle, keine gemeinsamen Regelungen für Landwirtschaft und Fischerei. Wesentlich ist auch, dass die EFTA-Mitglieder erst nach einer Kündigungsfrist von zwölf Monaten austreten können.

    Das jährliche Budget der EFTA beträgt ungefähr 14,8 Millionen Euro (Stand: Februar 2007, Website des EFTA Sekretariats). Norwegen steuert fast 50 Prozent zum Haushaltstopf bei, die Schweiz rund 40 Prozent.

    Die Entwicklung der EFTA

    Die Gründungsmitglieder der EFTA waren Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und die Schweiz. Mitglieder, die später beitraten, waren Island (1970), Finnland (1986) und Liechtenstein (1991). Nachdem Dänemark und Großbritannien (1973), Portugal (1986) sowie Schweden, Finnland und Österreich (1995) der EU beitraten, setzt sich die EFTA nur noch aus vier Ländern zusammen.

    Veröffentlicht am 16.4.2007