DAS DSCHUNGELBUCH

  • Stefanie Panke

Die OSZE - Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa

1975 war die Geburtsstunde der OSZE: Mit der Schlussakte von Helsinki wurde damals ihr Vorgänger, die 'Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa' (KSZE), ins Leben gerufenen. Ursprünglich ein politisches Forum zur Überwindung des Kalten Krieges, entwickelte sich die KSZE nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zur 'Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa' (OSZE) weiter.

Um genau zu sein: Zum 1. Januar 1995 entstand aus der KSZE die OSZE. Eine Institution, die in den vergangenen Jahrzehnten breit gefächerte Aufgaben übernommen hat.

Die Grundidee der OSZE ist, dass Konflikte durch Kooperation verhindert werden können. Der OSZE gehören alle Staaten in Europa, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion, die USA und Kanada an. Mit ihren 55 Teilnehmerstaaten deckt sie einen geographischen Bereich ab, der sich von Vancouver bis Wladiwostock erstreckt. Die OSZE stellt somit die umfassendste Sicherheitsorganisation in Europa dar.

Das Sicherheitskonzept der OSZE ist weit gefasst: Es umschließt eine politisch- militärische, eine humanitäre, sowie eine wirtschaftliche Dimension. Die Organisation befasst sich daher mit einer großen Bandbreite an politischen Fragen: Internationale Rüstungskontrolle, vorbeugende Diplomatie und vertrauensbildende Maßnahmen zählen ebenso zu ihren Aufgabenbereichen, wie der Einsatz für Menschenrechte, Wahlüberwachung und Wirtschafts- und Umweltbelange.

Erstveröffentlichung am 3.5.2002

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