In eigener Sache

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Zehn Jahre haben wir versucht, für Sie einen Pfad durch den EU-Dschungel zu schlagen. Jetzt ist er uns über den Kopf gewachsen und wir stellen das Magazin ein.

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Impressum

DAS DSCHUNGELBUCH

  • Isabella Holz

Die Chronologie der Entwicklungspolitik

1957: Bei der Gründung der Europäischen Gemeinschaft erhalten die ehemaligen Kolonialgebiete einen so genannten Assoziationsstatus.

1959: 1. Europäischer Entwicklungsfonds (bis 1964)

1963: Assoziierungsabkommen mit der Türkei

1964: 2. Europäischer Entwicklungsfonds (bis 1970)

1964: Das Abkommen von Jaunde I tritt in Kraft. Damit werden 17 afrikanische Staaten und Madagaskar assoziiert.

1964: Die Welthandelskonferenz der Vereinten Nationen wird gegründet. Ihre Ziele sind die Förderung des Welthandels, die Erarbeitung einer neuen Weltwirtschaftsordnung und der Abbau des Nord-Süd-Gefälles.

1969: Assoziierungsabkommen mit Marokko und Tunesien.

1970: 3. Europäischer Entwicklungsfonds (bis 1975)

1970: Assoziierungsabkommen mit Malta

1971: Das Abkommen von Jaunde II tritt in Kraft.

1971: Das Allgemeine Präferenzsystem wird eingeführt.

1972: Kooperationsabkommen mit Zypern

1973: Der Beitritt des Vereinigten Königreichs zur EG führt zur Überarbeitung des Jaunde-Abkommens.

1975: 4. Europäischer Entwicklungsfonds (bis 1980)

1975: Das 1. Lomé-Abkommen (1975-1980) wird unterzeichnet.Kooperationsabkommen mit Israel

1976: Die Entwicklungsländer Asiens und Lateinamerikas (ALA-Staaten) erhalten erstmals finanzielle und technische Hilfe von der Europäischen Union. Die Entwicklungskooperation wird durch bilaterale Abkommen geregelt.

1978: Kooperationsabkommen mit Tunesien, Algerien und Marokko

1979: Das 2. Lomé-Abkommen der EG (1980-1985) wird mit 58 AKP-Staaten unterzeichnet.

1980: 5. Europäischer Entwicklungsfonds (bis 1985)

1980: In Kuala Lumpur unterzeichnen die EG und die "Vereinigung südostasiatischer Staaten"(ASEAN) ein Kooperationsabkommen.

1984: 66 AKP-Staaten schließen mit der EG das 3. Lomé-Abkommen (1985-1990) ab.

1985: 6. Europäischer Entwicklungsfonds (bis 1990)

1987: Das COMPEX-System wird eingeführt.

1988: Die EG und der Kooperationsrat der Golfstaaten unterzeichnen ein Handels- und Kooperationsabkommen.

1989: Das 4. Lomé-Abkommen (1990-2000) wird mit 69 AKP-Staaten unterzeichnet.

1990: 7. Europäischer Entwicklungsfonds (bis 1995)

1992: Gründung von ECHO (Amt für humanitäre Hilfe)

1993: Mit dem Inkrafttreten des Maastrichter Vertrages wird die EU gegründet. Der Vertrag beinhaltet erstmals eine eigene Rechtsgrundlage für die gemeinsame Entwicklungspolitik.

1994: Kooperationsabkommen mit Südafrika

1995: 8. Europäischer Entwicklungsfonds (bis 2000)

1995: Die Außenminister der EU und die Vertreter der Mittelmeeranrainerstaaten unterzeichnen die Deklaration von Barcelona.

1995: Gründung der World Trade Organisation (WTO)

1996: Im Anschluss an die Deklaration von Barcelona entsteht das MEDA-Programm (I).

2000: Nach langen Verhandlungen wird das Cotonou-Abkommen zwischen den 15 EU- und 77 AKP-Staaten unterzeichnet.

2000: Das MEDA-Programm wird überarbeitet und ergänzt (MEDA II).

2001: Im Februar verkündet der für Handelsfragen zuständige EU-Kommissar Pascal Lamy die Everything-but-arms-Initiative.

2001: Gründung der EuropeAid

2002: Im Sommer wird der Entwicklungsministerrat aufgelöst.

2003: "Nordic+" Initiative mit Zambia

April 2003: Inkrafttreten des Cotonou Abkommens

Mai 2003: EU-Aktionsplan für Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor (FLEGT)

Juni 2003: Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik von Unterstützung des Produkts hin zu Unterstützung des Produzenten

Sept. 2003: alle sechs AKP-Regionen in EPA Verhandlungen über wirtschaftliche Partnerschaftsabkommen

Nov. 2003: EU-Konferenz "Energy for Africa" in Nairobi

2004: EU-Aktionsplan zur Umwelt und Gesundheit

März 2004: Rat genehmigt 500 Mio. Euro für AKP-EU Wasser Initiative

März 2004: EU-Initiative zur Bildung in der Entwicklungspolitik "Education for All Fast Track Initiative"

März 2004: "Nordic+" durch Deutschland, Weltbank und UN erweitert

Mai 2004: EU und WTO fordern Angleichung der Handlungsbedingungen in Entwicklungsländer

Juni 2004: EU veröffentlicht einen Bericht zum Erreichen der Millennium Developement Goals (MDG)

Sept. 2004: EU-Partnerschaft für HIV/AIDS "Europe and HIV/AIDS: New Challenges, New Opportunities"

Nov. 2004: Pariser Klub einigt sich auf einen Schuldenerlass von 80 Prozent gegenüber dem Irak

Jan. 2005: EU startet Immissionshandel (Ziel: erneuerbare und effiziente Energie in Europa und Entwicklungsländern)

März 2005: 2. High Level Forum für effiziente Entwicklungshilfe

22. März 2005: Welt-Wasser-Tag

Juni 2005: ECHO-Büro in Angola wird geschlossen

Juli 2005: Tony Blair vertritt als Ratspräsident die Interessen der EU auf dem G8-Gipfel

Erstveröffentlichung am 17.11.2003