- Oliver Schwarz.
DAS DSCHUNGELBUCH

Die Chronologie der gemeinsamen EU-Fischereipolitik
1958: Die Grundsätze der Fischereipolitik werden im Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) festgeschrieben.
1970: Erste Fassung einer Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) für Fischereierzeugnisse und Einführung einer gemeinschaftlichen Strukturpolitik für den Fischereisektor.
1972: Die Mehrheit der Norweger spricht sich gegen einen Beitritt ihres Landes zur EG aus.
1973: Beitritt Dänemarks, Großbritanniens und Irlands. Die Fischereipolitik wird zum Verhandlungsgegenstand (Einrichtung einer Zwölf-Meilen-Zone).
1977: Die Gemeinschaft folgt dem internationalen Beispiel und dehnt die Zwölf-Meilen-Zone auf 200 Seemeilen aus.
1983: Nach sechs Jahren Verhandlungen einigt sich der Ministerrat auf eine Verordnung zur Festlegung der Grundzüge einer Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP).
1984: Die GFP wird begründet.
1985: Grönland tritt aus der EG aus, bleibt aber als überseeisches Gebiet assoziiert.
1986: Beitritt Portugals und Spaniens: die Zahl der europäischen Fischer verdoppelt sich.
1990: Wiedervereinigung Deutschlands.
1992: Die erste Reform der GFP wird eingeleitet.
1993: Die neuen Grundsätze der GFP treten in Kraft. Durch eine Reform der Strukturpolitik erhält die GFP einen eigenen Finanzierungsfonds: das Finanzinstrument für die Ausrichtung der Fischerei (FIAF) wird geschaffen.
1995: Beitritt Österreichs, Finnlands und Schwedens. Emma Bonino wird Kommissarin für Fischerei (bis 1998).
1997: Die Kommission veröffentlicht die Agenda 2000. Norwegens Bevölkerung lehnt EU-Beitritt zum zweiten Mal ab.
1999: Franz Fischler wird Kommissar für Fischerei.
2001: Die Kommission veröffentlicht ein Grünbuch zur Zukunft der GFP.
2002: Die zweite Reform der GFP wird eingeleitet. Im Dezember des Jahres einigt sich der Ministerrat auf ein erstes Reformpaket.
2003: Zu Beginn des Jahres treten die Reformmaßnahmen in Kraft.
2004: Joe Borg wird Kommissar für Fischerei.
2006: Im Juni einigt sich der Ministerrat auf die künftige Fischereifinanzierung. Für die Jahre 2007 bis 2013 wird der Europäische Fischereifonds mit insgesamt 3,8 Milliarden Euro ausgestattet. Ebenfalls im Juni präsentiert die Kommission ein Grünbuch zur Ausgestaltung der künftigen EU-Meerespolitik.
2007: Ende Juni läuft das Konsultationsverfahren zum Grünbuch der Kommission aus.Vor Ende 2007 will die Kommission dem Rat und dem Parlament eine Mitteilung ihrer Schlussfolgerungen dieses Konsultationsprozesses sowie Vorschläge für die Zukunft unterbreiten.
Erstveröffentlichung am 21.5.2002
aktualisiert am 31.7.2006
Service zum Artikel
Links innerhalb von europa-digital
- Die Akteure der gemeinsamen EU-Fischereipolitik
- Die Instrumente der gemeinsamen EU-Fischereipolitik
- Die rechtlichen Grundlagen der gemeinsamen EU-Fischereipolitik
- Die Entwicklung der gemeinsamen EU-Fischereipolitik
Links ins Internet
- Website der GD Fischerei und maritime Angelegenheiten
- Homepage von EU-Kommissar Joe Borg
- Fischereipolitik auf der Website der EU
- Rat der Union "Agrarkultur und Fischerei"
- Die GFP aus der Sicht des Parlaments
- Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zur GFP
- Grünbuch der Kommission über die zukünftige Meerespolitik der EU
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