- Daniel Spichtinger.
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DAS DSCHUNGELBUCH

Die Entwicklung der EU-Informationsgesellschaft
- Die Informationsgesellschaft hat ihren Ursprung in zwei Entwicklungen, nämlich
- der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der IKT, die mit dem ESPRIT-Programm 1984 begann
- der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes, die mit dem Grünbuch aus dem Jahr 1987 ihren Anfang nahm.
Die Chronik der Infoges
1973: Kommission führt eine Zustandsanalyse der europäischen Industrie durch - Ergebnis: Dominanz der US-amerikanischen Computerhersteller auf dem Weltmarkt.
1974: Rat bekräftigt den Willen, die finanzielle Unterstützung der Datenverarbeitung zu einer gemeinschaftlichen Politik zu machen.
1975: Entschließung des Rates vom 22.Juli 1976 zur Förderung von Projekten über einen Dreijahreszeitraum - u.a. ein interinstitutionelles Informatiksystem zur Rechtsdokumentation.
1977: Rat konkretisiert die gemeinschaftliche Politik im Bereich Technologie und fördert Projekte zur Datenverarbeitung.
Gesamte Chronologie hier
Anfang der neunziger Jahre entstand schließlich auf europäischer Ebene der GSM-Standard, der sich Dank der immer weiter fortschreitenden Telekom-Liberalisierung rasch durchsetzen konnte und heute als weltweites Vorbild gilt. GSM wird nicht nur in Europa, sondern auch in 130 außereuropäischen Ländern verwendet. 1993 veröffentlichte die Kommission das Weißbuch "Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung", das die große Bedeutung der Informationsgesell-schaft (Infoges) für diese Ziele betont. Es führte schließlich zum ersten Aktionsplan zur Infoges mit dem Titel "Europas Weg in die Infoges" (1994).
1999 legte die Kommission die Kommunikation "eEurope - eine Informationsgesellschaft für alle" vor, die der Europäische Rat im Jahr 2000 begrüßt hat und die Aktionspläne eEurope 2002 und eEurope 2005 zur Folge hatte. Als Nachfolger wurde Anfang dieses Jahr die i2010 Initiative vorgestellt.
Zur Überarbeitung der rechtlichen Rahmenbedingungen wurde 2002 ein neuer Rechtsrahmen, auch Telekommunikationspaket genannt, vorgeschlagen.
Die TIG-Forschung war im fünften Rahmenprogramm (1999-2002) anfänglich noch auf unterschiedliche Programme verteilt. Das TIG-Programm hat sie dann zusammengefasst und im sechsten Rahmenprogramm (2002-2006) mit 3,6 Milliarden Euro versehen. Auch im siebten Rahmenprogramm (2007-2013) wird die Informationstechnologie wieder eine wichtige Rolle spielen.
Erstveröffentlichung am 12.9.2005
zuletzt aktualisiert am 9.3.2006
Service zum Artikel
Links innerhalb europa-digital
- Dschungelbuch: Der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE)
Links ins Internet
- Europäische Kommission: Informationsgesellschaft in Europa
- SCADPlus: Informationsgesellschaft
- Europäische Union: Tätigkeitsbereich Informationsgesellschaft
- Europäische Kommission: Website von Viviane Reding (en)
- Europäische Kommission: "Information Society Factsheets" (en)
- Europäische Kommission i2010 - A European Information Society for growth and employment (en)
- Europäische Kommission: Auf dem Weg zur europäischen Wissensgesellschaft. Die Informationsgesellschaft in der Europäischen Union (2003 - PDF)
- Europäische Kommission: eTen - Deploying Trans-European e-Services for all (en)
- GÉANT Website
- Europäisches Parlament: Der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) (en)
- EurActiv: Section Info Society (en)
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