- Sven Prange.
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DAS DSCHUNGELBUCH

Die Entwicklung
Die Jugendpolitik gehört zu den Nachzüglern unter den Politikfeldern, mit denen sich EUropa beschäftigt. Als eigenständiger Politikbereich taucht sie erst seit Ende der 80er Jahre in Brüsseler Papieren auf. Gerne wird die Jugendpolitik auch mit der Bildungspolitik in einen Sack geworfen. Letztere ist schon länger ein europäisches Thema.
Die Chronik der Jugendpolitik der EU
1976: Einrichtung eines Informationsnetzes über Bildung in Europa
1986: Start des ERASMUS-Programms zur Förderung des Jugendaustausches
1988: Start des Programms Jugend für Europa
Gesamte Chronologie hier
1976 trafen sich die Bildungsminister der Mitgliedsstaaten das erste Mal zu einer eigenen Konferenz. Dort wurde beschlossen, Informationen über die unterschiedlichen Strukturen der Bildungssysteme in den Mitgliedsstaaten zu sammeln. 1980 wurde diese Sammlung veröffentlicht. Da war schon längst der Wert eines kontinuierlichen europäischen Kommunikationsprozesses unter Jugendlichen entdeckt. Das Instrument dazu: ERASMUS. Das Programm fördert (finanziell) den Austausch unter europäischen Jugendlichen.
Das wurde 1988 mit dem Start des Programms Jugend für Europa weiter ausgebaut. Seitdem können sowohl Studenten, als auch Azubis oder ehrenamtlich engagierte Jugendliche beim grenzüberschreitenden Zusammentreffen unterstützt werden. Letztere profitieren auch vom 1996 gemachten Kommissionsvorschlag für einen gemeinsamen europäischen Freiwilligendienst. Hier werden junge Menschen, die sich in grenzüberschreitenden Projekten engagieren, unterstützt.
Ein Jahr später, beim Verhandeln des Vertrags von Maastricht, entdeckten EUropas Staats- und Regierungschefs auch die Bedeutung des Sports für eine glückliche europäische Jugend. Zur Jahrtausendwende wurde zudem ein neues Aktionsprogramm JUGEND aufgelegt. Neben der Zusammenfassung schon bestehender Projekte, soll das Aktionsprogramm vor allem Vorhaben und Ideen der Mitgliedsstaaten bündeln.
Ähnliches gilt für das Weißbuch Jugend. Mühsam hat die Kommission dort Anregungen und Projekte von Mitgliedsstaaten und freien Trägern zusammentragen. Das Weißbuch soll seitdem als Richtlinie in Fragen der Jugendpolitik dienen - zumindest sofern das bei einem Politikfeld, das nicht in den unmittelbaren Kompetenzbereich der Gemeinschaft fällt, möglich ist. 2004 Folgte dann die Verabschiedung des Verfassungsvertrages. Hier wurde der Jugendpolitik ein eigener Absatz zu gestanden. Allerdings soll die Jugendpolitik auch nach der Ratifizierung des Verfassungsvertrages weiter nur der OMK unterliegen - also im Kompetenzbereich der Mitgliedsstaaten bleiben.
Erstveröffentlichung am 13.9.2004
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