- Tobias Daniel.
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DAS DSCHUNGELBUCH![]() Die Instrumente der Wirtschafts- und WährungspolitikEuropäisches Währungssystem (EWS) Das EWS wurde 1979 eingerichtet und war ein System fester, aber flexibler Wechselkurse zwischen den EG-Mitgliedstaaten. In den achtziger Jahren trug es dazu bei, die Währungsschwankungen zu begrenzen. Gleichzeitig sollte es Anreize für eine Stabilitätspolitik liefern. Teilnehmende Währungen durften um einen festgelegten Leitkurs nur um rund 2,25 Prozent schwanken. Dieser Leitkurs wurde von den Zentralbanken durch Interventionen verteidigt. Im Zuge der EWS-Krise von 1993 wurde es jedoch faktisch aufgegeben und mit dem Start der Währungsunion außer Kraft gesetzt. Konvergenzkriterien Die in Artikel 121 des EGV festgelegten Kriterien gelten als Eintrittsbedingung für die Teilnahme an der Wirtschafts- und Währungsunion. Im wesentlichen handelt es sich um vier Voraussetzungen für die Teilnahme am Euro-Raum:
Der Kommission obliegt es, die Mitgliedstaaten auf die Einhaltung der Konvergenzkriterien zu überprüfen. Stabilitäts- und Wachstumspakt Der Stabilitätspakt wurde 1997 beschlossen und soll verhindern, dass nach dem Inkrafttreten der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) übermäßige Haushaltsdefizite auftreten. Außer in Zeiten der Rezension oder bei Naturkatastrophen darf das Defizit demnach nicht mehr als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen. Wird diese Grenze überschritten, sieht der Pakt Sanktionen von mindestens 0,2 Prozent und maximal 0,5 Prozent des BIP betragen. Diese werden nach zwei Jahren in eine Geldbuße umgewandelt, wenn das Haushaltsdefizit des betreffenden Landes auch weiterhin übermäßig ausfällt. Stabilitäts- und Konvergenzprogramme Um die Grundlage für die Preisstabilität und für ein starkes, arbeitsplatzschaffendes Wachstum zu bilden, können die EU-Mitgliedstaaten dem Rat und der Kommission sogenannte "Stabilitätsprogramme" unterbreiten. Länder, die nicht an der WWU teilnehmen, unterbreiten hingegen sogenannte "Konvergenzprogramme" nach den gleichen formalen Kriterien. Erstveröffentlichung am 12.7.2004 Service zum ArtikelLinks ins Internet |
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