DAS DSCHUNGELBUCH

  • Axel Heyer
 

Die Struktur der Kommission

Aus den Medien bekannt ist die erste Ebene der Kommission: das Kollegium der Kommissare. Es besteht aus 27 Kommissaren, angeführt vom Kommissionspräsidenten.

Jedem der Kommissare ist ein Kabinett unterstellt, ein Mitarbeiterstab von fünf bis zehn politischen Beamten. Sie beraten den Kommissar und spielen eine entscheidende Rolle bei der Koordination der Entscheidungen innerhalb der Kommission. Die Kabinette bilden die zweite Ebene der Kommission.

Auf der dritten Ebene findet man die Generaldirektionen, die man mit nationalen Ministerien vergleichen kann. Sie bilden mit rund 23.000 Beamten und Zeitbediensteten den eigentlichen Apparat der Kommission. Geleitet wird jede 'GD' von einem Generaldirektor.

Generaldirektoren sind die obersten EU-Beamten und den Kommissaren an Fachkompetenz besonders aber an Kenntnis des Brüsseler Betriebs um einiges voraus. Generaldirektoren stehen einer GD nicht dauerhaft vor, sondern wechseln alle fünf Jahre den Posten.

Da jeder Kommissar für mindestens eine Generaldirektion verantwortlich ist, kommt es entscheidend darauf an, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Generaldirektor sowie den ihm zuarbeitenden Direktoren (als Leiter der einzelnen Fachbereiche) auf der einen sowie dem Kommissar und seinem Kabinett auf der anderen Seite möglichst gut funktioniert. Denn erst die Zusammenarbeit zwischen allen drei Ebenen ermöglicht ein effizientes Arbeiten der Kommission.

Zuletzt aktualisiert am 23.1.2006

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