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Fit für Brüssel
Im Zeichen des grünen Kreuzes - auf zur Apotheke
Von Theres Gniwotta, 10. September 2009
Ist noch kein Arzt nötig oder hat man bereits sein Rezept in der Tasche, geht es ab zur nächsten Apotheke, in Brüssel pharmacie genannt. Man erkennt sie an einem grünen Kreuz. Meist haben Apotheken montags bis freitags von 9 - 18 Uhr und samstags von 9 - 14 Uhr geöffnet. Ist eine Apotheke geschlossen, hängt eine Liste mit geöffneten Apotheken an der Tür.
In Brüssel bieten die Apotheken auch einen wechselnden Nachtdienst nach 23 Uhr an, bei dem etwa zwölf Filialen in ganz Brüssel geöffnet haben. Diese finden sich normalerweise in einem Umkreis von fünf Kilometern, sind aber nicht wie in Deutschland einer Liste in den Schaufenstern der Apotheken zu finden. Daher kann man auf der Internetseite des Guard Service seine Postleitzahl eingeben, um festzustellen, wo die nächste Apotheke außerhalb der Öffnungszeiten ihren Service anbietet. Generell muss man einen Zuschlag von mindestens 4,00 Euro zahlen, wenn man eine Apotheke an Sonn- und Feiertagen oder außerhalb der Öffnungszeiten aufsucht. Den Zuschlag kann man sich meistens aber erstatten lassen, indem man das Rezept an die Krankenversicherung schickt.
Bei kleineren Notfällen kann man in einer Brüsseler Apotheke alles bekommen, was das hoffentlich gesunde Herz begehrt. Doch auch darüber hinaus gibt es viele Medikamente im freien Verkauf, die meistens günstiger sind, als in Deutschland. Die Apotheker und Apothekerinnen sind oft sehr freundlich und hilfsbereit und sprechen oft mehrere Sprachen. Kommt man mit einem Rezept, ist eigentlich gar keine Verständigung von Nöten, da der Apotheker auch so weiß, was er zu tun hat.
Personen, die in Belgien versichert sind, besitzen eine sogenannte SIS-Karte (Soziales Informationssystem). Diese muss beim Abholen der Medikamente vorgezeigt werden, wobei die Krankenversicherung bei der Bezahlung bereits ihren Anteil übernimmt. Man selbst muss dann nur noch den Eigenanteil zahlen, der allerdings höher ist als in Deutschland. Erstattet werden zwischen 0 und 100 % der Medikamentenkosten.
Die Autorin Theres Gniwotta, Studentin für Wirtschaft und Journalismus, ist derzeit beim europäischen Monetos-Portal tätig.
Fit für Brüssel
Übersicht
- Im Zeichen des grünen Kreuzes - auf zur Apotheke.
- Halbgott oder lieber Halbgöttin in Weiß - Wie finde ich den richtigen Arzt?.
- Ab ins Krankenhaus - Im Nofall 112.
- SIS und mutuelle - die böhmischen Dörfer der belgischen Krankenversicherung.
- Abenteuer Europäische Krankenversicherungskarte.
- Eine kulinarische Reise durch Belgien.
- Maenneken Pis - kleiner Mann ganz groß.
- Ein Zimmer für ein paar Wochen bis Monate zur Miete.
- Adressenliste für kürzere Mietverhältnisse.
- Mittelfristig wohnen in Brüssel.
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