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[an error occurred while processing this directive] "Troubled waters" - ein bemerkenswerter EU-Comic

Mit "Les eaux blessées" ("Troubled waters", "Die verletzten Gewässer") hat das Europäische Parlament einen Comicband über die Arbeit der fiktiven jungen Europaabgeordneten Irina Vega im Umweltausschuss des Parlaments veröffentlicht. Titelbild der englischen Ausgabe

Sie ist dort Berichterstatterin des EP zur Wasserdirektive und kommt bei ihren Recherchen einem Chemieunternehmen auf die Spur, das durch seine Machenschaften das Grundwasser bedroht. Mit Hilfe eines geheimen Informanten und eines befreundeten Fotografen gelingt ihr dann die spektakuläre Aufdeckung eines Chemieskandals mit weitreichenden Folgen.

Beeindruckend sind die Details des Comic, die ein realistisches Bild des Europäischen Parlaments und seiner Räumlichkeiten und Einrichtungen wiedergeben. Zudem gibt die Geschichte einen interessanten Einblick in die Lobbyarbeit der Interessenverbände, in diesem Fall der Chemischen Industrie.

Erfunden ist die Geschichte des Comic, real ist hingegen die Kritik des CEFIC, dem europäischen Ausschuss der Verbände der chemischen Industrie. Der beklagte das negative Bild, das das Comic auf die Chemische Industrie werfen würde. Deshalb enthält nun jede Ausgabe den Vermerk: "... obwohl es sich bei den in der Geschichte erzählten Abenteuern um reine Fiktion handelt, spiegeln die beschriebenen Verfahren in vollem Umfang die Realität wieder."

Ziel dieser Comic-Initiative des EP ist, die europäischen Jugendlichen mehr für die Europäische Politik zu begeistern und ihnen die Arbeit des Europäischen Parlaments näher zu bringen. Daher enthält der Band auch Definitionen und Erklärungen über das Funktionieren des Parlaments und sein Beschlussverfahren.

Die Anfangsauflage beträgt 1,25 Mio. Exemplare und wird an den nationalen Informationsstellen des Europäischen Parlamentes verteilt. Das Comic wird in allen EU-Sprachen (auch in den Sprachen der Beitrittsländer) erscheinen, ist aber bis jetzt nur in Französisch, Englisch und Deutsch erhältlich.

 Erstveröffentlichung am 30.1.2003


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  • Europäisches Parlament Informationsbüro für Deutschland in Berlin
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