- Claudia Rittel.
In eigener Sache
Sehr geehrte Leser und Leserinnen
Zehn Jahre haben wir versucht, für Sie einen Pfad durch den EU-Dschungel zu schlagen. Jetzt ist er uns über den Kopf gewachsen und wir stellen das Magazin ein.
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EU SERVICE![]() "Stage Europe" - ein Wegweiser für Praktika bei den EU-Institutionen Welcher Student hat sich nicht irgendwann schon einmal den Kopf über ein anstehendes Praktikum zerbrochen? Sei es die Neugierde auf außeruniversitäre Erfahrung, der Wunsch den Lebenslauf aufzupeppen oder die schlichte Anforderung des Studiums. Denjenigen, die sich über ein Praktikum bei den EU-Institutionen informieren wollen, bietet der Leitfaden "Stage Europe" eine tiefe und weit gefasste Fundgrube. Vorrangig an Hochschulabsolventen und Studenten gerichtet, bündelt das Werk Praktikumsmöglichkeiten fast aller Fachrichtungen. Inhaltlich erwarten den Leser umfangreiche Informationen zu den klassischen, sowie zu einer Reihe unbekannterer Institutionen der EU. So kann man zum Beispiel auch in einem der sieben über Europa verteilten Institute der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission, bei der in England ansässigen Europäischen Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln oder beim EU-Institut für Sicherheitsstudien ein Praktikum machen - um nur drei der Möglichkeiten bei den über 20 dargestellten Institutionen zu nennen. Der umfassende und gut recherchierte Inhalt ist außerdem übersichtlich gestaltet. Nach einer Vorstellung der jeweiligen Institution, werden die Konditionen steckbriefartig beleuchtet. Dabei stehen die Zugangsvoraussetzungen an erster Stelle. Ist man im Studium weit genug fortgeschritten? Ist eine bestimmte Studienrichtung gefordert? Oder braucht man gar nicht unbedingt ein Studium und kann sich mit anderen Erfahrungen für ein Praktikum qualifizieren? Diese präzise Formulierung der Voraussetzungen ermöglicht den Abgleich mit dem eigenen Profil und erleichtert die Suche enorm.
Im Ratgeber stehen solche Praktika im Vordergrund, bei denen in irgendeiner Weise eine Vergütung gezahlt wird. Gänzlich unbezahlte Praktika werden so gut wie nicht beachtet. Auch geht die Broschüre nicht auf Stellen bei Verbänden und in der Privatwirtschaft ein. Besonders praktisch für eine gezielte Praktikumplanung ist der Bewerbungskalender, der auf einer Seite übersichtlich die Bewerbungsfristen der verschiedenen Institutionen auflistet. Weitere Details wie zum Beispiel die Erwähnung der Institutionen auch in Englisch und Französisch und eine Einschätzung der Chancen für Bewerber aus Drittländern runden die Darstellung ab. Außerdem werden die Informationen durch eine Reihe Links ins Internet untermauert, was besonders bei den offiziellen Sites der EU hilft, um die dort versteckten Informationen zu finden. Insgesamt ist der Ratgeber ein wertvolles Instrument zur Vorbereitung eines Praktikums im weit gefassten Rahmen der EU-Institutionen - zur Planung für die Zielstrebigen und zur Inspiration für die Unentschlossenen. Autorin Anna von Rechenberg hat nicht nur gut recherchiert, sondern ihrem Werk durch die ausgewogene Mischung aus Informationen und Empfehlungen auch einen besonderen Charakter gegeben.
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